Kahlschlag im Wald
Kahlschlag auf dem Taunuskamm auch ohne WKAs, hier der Herzberg oberhalb der Saalburg

Informatives hr-INFO-Interview mit Gabriela Terhorst, stv. Landesvorsitzende BUND Hessen e.V.

 

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BUND-Tipp: Sommer, Sonne, Sonnencreme

Umweltfreundliche Sonnencreme
Foto: Lynn Anders BUUND Hessen

Der Sommer ist da, die Sonne brennt und unsere Haut ist zwingend auf Sonnenschutz angewiesen. Doch was uns schützt, kann der Umwelt schaden: Viele Cremes enthalten schädliche Stoffe, Mikroplastik und weitere synthetische Polymere, die beim Baden ins Wasser gelangen und dort verbleiben – mit langfristigen Folgen. Doch es gibt auch umweltschonende und korallenfreundliche UV-Filter, die uns vor Sonnenbrand verschonen.

 

Sonnencremes schützen die Haut entweder durch einen chemischen oder einen mineralischen Filter. Chemische Sonnenschutzmittel dringen in die Haut ein und wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Einige Zusatzstoffe stehen unter Verdacht, Allergien auszulösen oder im menschlichen Körper hormonell zu wirken. Nicht nur wir Menschen, sondern auch Meeresbewohner leiden unter diesen Stoffen, wenn sie beim Baden ins Wasser gelangen. Besonders Korallenriffe sind von der Verunreinigung durch chemisch wirkende Sonnenschutzmittel betroffen. 

 

Mineralischer Sonnenschutz durch Zinkoxid oder Titanoxid erzeugt eine Barriere zwischen Haut und Sonnenstrahlung, die wie ein Spiegel wirkt und das Sonnenlicht reflektiert. Mineralische UV-Filter sind insbesondere für Allergikerinnen und Allergiker häufig die bessere Wahl. Oft hinterlassen sie aber einen weißen oder gelblichen Film auf der Haut. Sie sind allerdings nur dann eine Alternative, wenn sie frei von Nanopartikeln sind. Diese entstehen, wenn die mineralischen Teilchen in der Herstellung verkleinert werden, damit die Cremes auf der Haut transparent werden. Die gesundheitlichen und ökologischen Risiken von Nanomaterialien sind nicht abschließend geklärt. Produkte mit Nanopartikeln erkennt man an der verpflichtenden Kennzeichnung mit dem Kürzel „nano“ in der Liste der Inhaltsstoffe. 

 

Naturschutz nur ohne Nano und Mikroplastik

 

Auch Mikroplastik kann in Sonnenschutzmitteln enthalten sein, hier sind es in erster Linie Kunststoffverbindungen, die in den Cremes in gelöster oder flüssiger Form vorliegen, zum Beispiel als Bindemittel, Füllmittel oder Filmbildner. Diese gelangen ungefiltert in die Umwelt und unsere Gewässer und können dort nur schwer oder gar nicht abgebaut werden. 

 

Grundsätzlich empfiehlt der BUND, Sonneneinstrahlung in der Mittagshitze zu meiden und den Strandbesuch auf die Morgen- oder späten Nachmittagsstunden zu verlagern. Auch das Tragen schützender Bekleidung ist ein wirksamer Sonnenschutz. Aber Vorsicht: synthetische Badebekleidung mit UV-Schutz kann Fasern verlieren, die als Mikroplastik den Meeren schaden. Deshalb ist das Tragen von Kleidungsstücken aus Naturfasern der ökologisch wirksamste Schutz von Haut und Meeren. 

 

Wo findet man umweltfreundlichen Sonnenschutz?

 

Eine große Auswahl an korallenfreundlichen und mineralischen Sonnenschutzmitteln gibt es in Reformhäusern und Bio-Supermärkten, aber auch in Drogeriemärkten. Sie sind meist als „Mineralischer UV-Schutz“ gekennzeichnet und häufig als Naturkosmetik zertifiziert. Manche Produkte haben zudem den Zusatz „korallenfreundlich“ (engl. „coral-friendly“).

 

 

Weitere Informationen:

·         Broschüre „Mikroplastik und andere Kunststoffe in Kosmetika“
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt darin das Problem von Mikroplastik in Meeren und Gewässern dar und hat eine Liste von Kosmetika zusammengestellt, die Mikroplastik enthalten. Hier geht’s zur Broschüre (Sonnencremes S. 21ff.)

 

·         Produktcheck mit BUND ToxFox: Scannen, fragen, giftfrei einkaufen
Unsichtbar, aber gefährlich: Viele Alltagsprodukte enthalten Schadstoffe, die mit Erkrankungen wie Krebs oder Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden. Mit der ToxFox-App des BUND können Verbraucherinnen und Verbraucher Kosmetik- und Kinderartikel auf Schadstoffe prüfen.
Mehr zum Tox Fox gibt es hier.

 

BUND-Tipp: „Sommerbräune” für den Rasen

Die Hitze der letzten Wochen hat sichtbare Spuren in Hessens Gärten hinterlassen: Wo sich die Menschen sonst über grünen Rasen freuen, befinden sich zurzeit oft nur noch trockene, braune Flächen. Thomas Norgall, Naturschutzreferent beim hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät zur Gelassenheit: „Wässern Sie Ihren Rasen nicht mit wertvollem Trinkwasser, sondern ertragen Sie seine ‚Sommerbräune‘“.

Hintergrund der ungewöhnlichen Forderung: In einigen hessischen Regionen herrscht dauerhaft Wasserknappheit. Die notwendige Trinkwassergewinnung birgt z. B. im Vogelsberg ökologische Risiken und hat im Hessischen Ried großflächige Waldschäden in den Gewinnungsgebieten zur Folge.

In der Regel überlebt der Rasen Trockenphasen. Bei ausreichend Niederschlägen treibt er aus den Wurzeln im Boden wieder aus und bildet eine neue grüne Fläche. Deshalb sollte Trinkwasser möglichst nicht zur Rasenbewässerung eingesetzt werden. Die Halmlänge spielt bei der Hitze im Übrigen auch eine Rolle: Wird der Rasen beim Mähen nur auf ca. 10 cm gekürzt, trocknet der Boden weniger aus, was die Wiederbegrünung begünstigt.

 

Insektenschutz: Der blühende Balkon im Sommer

Was wäre der Sommer ohne blütenreiche, bunte Balkone?

Mit der richtigen Bepflanzung wird Ihr blühender Balkon auch zum Paradies für Schmetterlinge, Hummeln und ihresgleichen. Diese sonnenliebenden Pflanzen sind eine nahrhafte Alternative zum klassischen Balkonblumen-Sortiment:

Bis in den Spätsommer bieten Vanilleblumen (Heliotropum arborescens) und Topfdahlien (Dahlia-Hybriden) den fleißigen Honigbienen wertvolle Nahrung. Steinkraut (Lobularia maritima), Ziertabak (Nicotiana sanderae) und Petunien (Petunia-Hybriden) sind eine nektarreiche Futterquelle für Schmetterlinge. In den Blüten von Löwenmäulchen (Antirrhinum hisp.) und Goldkosmos (Bidens ferulifolia) schauen die pelzigen Hummeln gerne vorbei.
Auch Kräuter bringen Farbe auf den Balkon und schmecken nicht nur uns Menschen: Mit Thymian (Thymus i. S. rosa), Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Bergminze (Calamintha nep.) helfen Sie Hummeln, Wildbienen und Schmetterlingen bei der Nahrungssuche.

Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sollte generell verzichtet werden. Diese schädigen in der Regel nicht nur die „unerwünschten“ Insekten, die für das biologische Gleichgewicht der Natur ebenfalls unverzichtbar sind, sondern auch viele Schmetterlingsarten.

 

Naturtagebuch – ideal für die Sommerferien

Hand mit je einer blühenden und verblühten Nachtkerzen-Blüte
Foto: Nentwig / BUND

 

Noch nichts vor in den Sommerferien? Dann bietet es sich an, ein Naturtagebuch zu schreiben.

 

Der Wettbewerb Naturtagebuch der BUNDjugend Hessen ist im Jahr 2020 mit dem Thema „Gewässer – von der Quelle bis zum Meer“ in eine neue Runde gegangen. Bis zum 31. Oktober 2020 können Kinder zwischen 8-12 Jahren ein Naturtagebuch gestalten und es an die BUNDjugend Hessen senden.

 

Die Kinder suchen sich für eine bestimmten Zeitraum – z.B. den Sommerferien - ein Forschungsgebiet aus, das sie beobachten und in ihrem Naturtagebuch dokumentieren. Dieses Jahr darf es ein Teich oder ein Bach sein.

Wer Urlaub am Meer macht, kann auch dort sein Naturtagebuch führen, aber auch jedes andere Beobachtungsobjekt ist erlaubt. Das kann der Lieblingsbaum vor der Haustür, eine Zimmerpflanze, das eigene Haustier, eine Wiese oder ein Vogelnistkasten sein. Die Veränderungen im Laufe der Zeit oder Verhaltensweisen der Tiere sollen beobachtet und dokumentiert werden.

 

Dabei sind der Gestaltung des Naturtagebuches keine Grenzen gesetzt. Ihre Beobachtungen können die Kinder beschreiben, Bilder malen, Fotos hinzufügen, Pflanzen pressen oder andere Fundstücke beilegen.

 

Mitmachen können die Kinder für sich allein oder zusammen mit Freund oder Freundin oder Geschwistern, auch die Teilnahme von Gruppen und Schulklassen ist möglich.

 

Die ganze Zeit über werden die Kinder von dem Naturtagebuch-Maskottchen Manfred Mistkäfer begleitet, der in seinem Mitmach-Magazin und auf der Internetseite zum Wettbewerb www.naturtagebuch.de viele Tipps und Tricks zur Gestaltung des Naturtagebuchs gibt. Dort kann auch das Mitmach-Magazin bestellt werden. Dem Mitmach-Magazin ist der Ideenmarkt beigelegt, das Begleitheft für Erwachsene.

 

Der Wettbewerb endet jedes Jahr mit einer Preisverleihung und der Auszeichnung der besten Naturtagebücher. Dafür wird jährlich ein besonderer Ort ausgesucht, an dem die Kinder neben der Preisverleihung auch praktisch Natur erleben können.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden sich auf der Homepage der BUNDjugend Hessen unter: https://www.bundjugendhessen.de/projekt/naturtagebuch/

Und nicht vergessen: Einsendeschluss ist der 31.10.2020!

 

 

Gelungene Fahrrad-Demo in Usingen

Fotos: F. Schulze /BUND

Gemeinsam mit den Fridays und Parents for Future startete der BUND am Freitag, den 3.7.2020 in Usingen einen Fahrradkorso.

Neben dem Erinnern an die Handlungserfordernisse zum Abwenden von Klimakrise und Artensterben sollte speziell in Usingen an die schwierige Lage der Radfahrer und Fußgänger erinnert werden. Viele Straßen sind nur unter Gefahr zu überqueren, an vielen Orten fehlen Radwege und Bürgersteige.

Im Anschluss an die gut besuchte Demonstration und aufrüttelnde Reden, begleitet von viel Beifall und leider auch viel Motorenlärm, fand eine Kreideaktion vor dem Rathaus statt.

 

 

BUND-Tipp: „Rettungsleinen“ für durstige Gartenbewohner an Wasserstellen

Glasschüssel mit Steinen, Muschelnund Wasser gefüllt als Tränke für Insekten und Vögel
Foto: C. Nentwig / BUND

Vor allem an heißen Sommertagen sind Gartenbewohner auf der Suche nach Wasser.

Eichhörnchen, Gartenschläfer, Hirschkäfer und Co. stillen ihren Durst häufig an vollen Regentonnen, da viele natürliche Wasserstellen ausgetrocknet sind.

Doch ungefährlich ist das für sie nicht, denn ihnen droht Lebensgefahr, wenn sie hineinfallen und nicht mehr selbstständig aus den Tonnen und Fässern herausklettern können.

Mit wenigen Handgriffen können Sie Ihren Garten für Ihre „Mitbewohner“ sicherer machen: Decken Sie dafür unbedingt die Regentonnen ab. Versehen Sie Wassergefäße mit Ausstiegshilfen in Form von Holzlatten oder Ähnlichem, wo möglich. 

Alternativ können Sie den Tieren andere gefahrlose Trinkmöglichkeiten wie etwa flache Schalen anbieten – darin baden auch Vögel gerne!

Die Tiere freuen sich über regelmäßig frisches Wasser und eine saubere Wasserstelle. Und mit etwas Glück lassen sich an den sicheren Wasserstellen auch solche seltenen Tiere wie der Gartenschläfer im eigenen Garten beobachten.

 

 

Wildes Hessen – Ausflugtipp für Daheimgebliebene

Verbreitungsgebiet von Wildkatzen in Deutschland
Foto: Die Projektoren / BUND

Raus aus den vier Wänden, rein in die Natur: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen lädt Daheimgebliebene ein, in den Sommerferien einem echten Schatz in hessischen Wäldern auf die Spur zu kommen: der Europäischen Wildkatze. „Wildkatzen sind echte Ureinwohner in Deutschland, aber zu sehen bekommt man die scheuen Tiere in der Natur nur mit viel Glück", so Susanne Steib, Wildkatzen-Projektmanagerin. „Auf unserem Wildkatzen-Walderlebnispfad im Taunus kann man ihnen trotzdem nahe kommen: auf einer etwa sieben Kilometer langen Wegstrecke gibt es an zehn Stationen zur wilden Samtpfote viel zu erfahren und zu erleben.“

Die Themen rund um Wildkatze und Waldverbund sind dabei anschaulich und kindgerecht dargestellt. Aber auch Erwachsene können hier eine Menge lernen. Interaktive Stationen wie der Barfußpfad garantieren Abwechslung und der herrliche Ausblick vom Wintersteinturm entschädigt für den vorangegangenen Aufstieg über abwechslungsreiche Waldpfade.

Susanne Steib betont: „Dass nicht nur Rehe und Wildschweine, sondern auch Wildkatzen und Luchse in unseren Wäldern zu Hause sind, ist für viele immer noch überraschend. Doch nur was wir kennen, können wir schützen. Deshalb fängt Naturschutz mit Entdecken an.“ Der BUND setzt sich mit seinem „Rettungsnetz Wildkatze“ seit bereits 15 Jahren für den Schutz der Wildkatze sowie die Umweltbildung für Groß und Klein ein.

Mehr Infos und die Anfahrtsskizze zum Wildkatzen-Walderlebnispfad: https://www.bund-hessen.de/wildkatze/aktiv-werden/walderlebnis/

 

Hühner mit Hahn auf Wiese
Foto: Nentwig / BUND

Zur Herkunft des Corona-Virus' kursieren in Deutschland viele Nachrichten, von denen eine Vielzahl eher als Verschwörungstheorie taugen, als denn zur Information. Deshalb will der BUND an dieser Stelle Spekulationen entgegentreten und stattdessen auf die wissenschaftlich belegten Fakten hinweisen. Viel zu wenig wird in der Diskussion zudem beachtet, dass die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen einen wichtigen Faktor bei der Übertragung von Viren von Tieren auf den Menschen spielt.

Hier geht es zum vollstündigen Artikel:

https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/was-das-corona-virus-mit-dem-verlust-von-lebensraeumen-zu-tun-hat/

Hier außerdem ein ZDF-Beitrag:

https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/corona-was-sagt-die-wissenschaft-102.html

 

 

BUND-Tipp: Grillen ohne Tropenholz

Niko Martin / BUND

Der Sommer hat begonnen und auf Hessens Grills brutzelt es wieder. Bei der Auswahl der Grillkohle lohnt es genau hinzuschauen: Obwohl auf vielen Packungen „Kein Tropenholz“ steht, steckt es dennoch häufig drin. Für die Herstellung von Holzkohle werden noch immer tropische und subtropische Wälder abgeholzt. Jährlich importiert Deutschland rund 230.000 Tonnen Grillkohle – der Großteil davon stammt aus Polen, doch mehr als ein Viertel der verkauften Holzkohle stammt aus Südamerika, Afrika und Asien, wo Tropenholz für unseren Grillgenuss gerodet wird.


Es gibt jedoch Alternativen zur Holz- & Grillkohle ohne Tropenholz:

  • am besten grillt man komplett holzfrei auf dem Elektrogrill
  • umweltfreundliche und natürliche Alternativen: Olivenkerne und Weinreben (als Abfallprodukt der Landwirtschaft), die in (Bio-)Supermärkten oder beim Winzer erhältlich sind, 
  • Holz und Grünschnitt aus dem eigenen Garten, 
  • wenn klassische Grillkohle, dann aus Europa – am besten mit Naturland-Siegel, 
  • Din-Prüfzeichen beachten: garantiert, dass keine Verunreinigungen durch Erdöl, Pech oder Koks und keine Kunststoffe enthalten sind.

BUND-Tipp: Insektenfreundlich einkaufen

Es summt und brummt immer weniger in unseren Landschaften – das haben viele Menschen erkannt und tragen zum Schutz von Biene, Hummel und Schmetterling bei. Was einige nicht wissen: Insektenschutz geht auch beim Einkauf. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann zum Schutz der Lebensräume vieler Insektenarten beitragen:

1) Bio-Produkte wählen

Mit dem Kauf von Bio-Produkten werden ökologisch wirtschaftende Betriebe unterstützt, die ressourcenschonend Obst, Gemüse oder Fleisch herstellen. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und das niedrige Düngeniveau in der ökologischen Landwirtschaft wird die Artenvielfalt gefördert. Auf Öko-Flächen finden sich häufig mehr Arten als auf den konventionell bewirtschafteten Flächen. Das kommt nicht nur den Bienen, sondern auch anderen Insekten zugute, von denen sich wiederum viele Vögel ernähren.

2) Saisonal & regional kaufen

Besonders auf Erzeugermärkten lassen sich oft regionale, bäuerliche Betriebe finden, die teilweise auf kleineren Äckern wirtschaften. Das ist wichtig, denn Betriebe, die kleinere Äcker bewirtschaften, erhalten Hecken, Bauminseln und andere Strukturen, die wichtige Lebensraumfunktionen für Insekten haben. Beim Kauf von saisonalen Produkten aus der Region unterstützt man bäuerliche Betriebe vor Ort und vermindert lange Transportwege – das leistet einen grundsätzlichen Beitrag zum Umweltschutz.

3) Fleisch und Milchprodukte aus Weidetierhaltung

Den Tieren in Weidetierhaltung geht es besser und bei dieser Form der Tierhaltung wird artenreiches Grünland erhalten. Dort, wo besonders viele blütenreiche Wildkräuter wachsen, finden Insekten viel Nahrung und Lebensraum. Tiere aus Massenhaltung hingegen werden oft mit importiertem Soja gefüttert, zudem entsteht durch die Intensivtierhaltung viel Gülle, die auf den Feldern ausgebracht wird. Die Folge ist eine Überdüngung des Bodens, die zum Insektensterben beiträgt.

4) Säfte von Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind Hotspots der biologischen Vielfalt! Mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten sind auf Streuobstwiesen beheimatet und daher besonders wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. So ist zum Beispiel das Totholz an älteren Bäumen ein wichtiger Lebensraum für Insekten, die im Gegenzug die Obstbäume bestäuben.

5) Regionaler Honig

Der Kauf von Honig aus der Region unterstützt Imkerinnen und Imker, die sich oft für eine intakte Natur und ein Verbot von bienengefährlichen Pestiziden einsetzen – damit helfen sie auch Wildbienen, den wilden Verwandten der Honigbiene, und vielen anderen Insekten.

 

Menschenkette zum Tag der Umwelt 2020

Am Freitagnachmittag, den 5. Juni 2020 machte eine Gruppe des BUND Hochtaunuskreis auf der Bad Homburger Luisenstraße trotz Regen und Windböen auf den Tag der Umwelt aufmerksam, der dies Jahr unter dem Motto „natur:verbunden“ stand.

Damit wollten sie darauf hinweisen, dass Klimawandel und Artenschwund wesentlich stärkere Auswirkungen auf unseren Wohlstand und unsere Gesundheit, und möglicherweise sogar auf unser persönliches Überleben haben werden als die aktuelle Pandemie. Denn der rasante Schwund der unserer Lebensgrundlagen bedroht nicht nur einzelne Risikogruppen, sondern fordert schon heute jedes Jahr hunderttausende Menschenleben und verursacht Millionen von heimatlos gewordenen Menschen.

Auch im Hochtaunuskreis haben die letzten vergangenen extrem Sommer mit nunmehr „verspargelten“ Taunushängen gezeigt, dass auch Deutschland große Veränderungen bevorstehen, wenn nicht umgehend wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden. Und dass viel geht, zeigt sich an dem, was im Rahmen der Pandemie unerwartet möglich ist. So sprachen auch viele Passanten die Demonstrantinnen an, diskutierten und unterzeichneten die beiden aktuellen Petitionen.

In der Initiative www.aurelia-bienenundbauern.de fordern europäische Bürger*innen die EU Kommission auf, den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide bis 2035 zu beenden und landwirtschaftlichen Betrieben beim Umstieg auf eine ökologische, bienenfreundliche Wirtschaftsweise zu unterstützen.

Unter dem Namen „Lieferkettengesetz-Initiative“ hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. mit anderen gemeinnützigen Organisationen wie Brot für die Welt und Misereor, Oxfam oder den Weltläden und eine Vielzahl mehr zusammengeschlossen und fordert die Bundesregierung auf, einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der Unternehmen dazu verpflichtet, sich nicht nur in Deutschland an Menschenrechte und Umweltstandards zu halten, sondern auch in den Herkunftsländern aller von ihnen verkauften Waren und Dienstleistungen.

Damit würde beispielsweise verhindert, dass in Deutschland verbotene Pestizide weiterhin in andere Länder exportiert und in Nahrungsmitteln wieder zurück importiert werden. Und es würde unter anderen gewährleistet, dass Brandschutzbestimmungen in Fabrikgebäuden eingehalten und technische Einrichtungen in Chemiefabriken sowie gesetzliche Mindestlöhne und Kinderschutzbestimmungen die dort beschäftigten und wohnenden Menschen schützen.

Ein solcher gesetzlicher Rahmen würde auch die Verantwortlichen in Unternehmen entlasten, denn durch den ständigen Preisdruck sind sie permanent gehalten, Preise in der Lieferkette zu drücken und damit ständig „mit einem Bein im Gefängnis zu stehen“, sich Gesetzeslücken zunutze zu machen oder gegen ihr Gewissen zu handeln.

Ein verbindlicher Rahmen innerhalb der Lieferkette würde also allen Beteiligten ebenso wie der Natur zugutekommen.

Die Aktion kann nur noch bis Mitte Juni unterschrieben werden: https://aktion.bund.net/frau-merkel-wir-brauchen-endlich-ein-lieferkettengesetz

 

 

Jungvögel am Boden nicht immer in Not

Bild von Franz W. auf Pixabay

BUND-Appell: Jungvögel auf jeden Fall in der freien Natur belassen!

Der BUND bittet jetzt Bürgerinnen und Bürger darum, vermeintlich hilflosen Vogelnachwuchs auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen. Nur in den seltensten Fällen handelt es sich bei gefundenen Vogelkindern am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die dringend menschliche Hilfe benötigen. Vielmehr würden sie weiterhin von ihren Eltern gefüttert und umsorgt, so der Umweltverband. Eine „Entnahme“ wäre nach dem Naturschutzgesetz sogar verboten.

„Einige Vogelarten verlassen bereits ihr Nest noch bevor sie richtig fliegen können“, erläutert Birgit Olbrich vom BUND Bremen. „Diese unerfahrenen Vogeljungen wirken auf den ersten Blick zwar hilflos. Aber sie aufzunehmen ist ein Fehler und hat mit Tierliebe nur wenig zu tun. Denn Vögel sind in erster Linie Wildtiere, die ihren Platz in der Natur haben.“ Wer also einen Jungvogel findet, solle ihn auf jeden Fall dort belassen, wo er ist. Über Bettelrufe verständigen sie sich mit ihren Eltern. „Greifen wir in diese sensible Phase ein, wird die Bindung zwischen Alt- und Jungvogel unterbrochen“, so die Biologin. „Allerdings fallen sie jetzt nicht selten natürlichen Feinden zum Opfer. Doch dies ist ein natürlicher Regulationsmechanismus, an den die Vögel angepasst sind und der ein Überhandnehmen der Art verhindert.“ In der Zeit der Jungenaufzucht sollten Hauskatzen aber auf jeden Fall im Haus gehalten werden, um die nur halbflüggen Jungvögel nicht noch zusätzlich unnötig zu gefährden. Typische Nestflüchter sind zum Beispiel Enten, Fasane oder Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe oder Brachvogel. Sie sind sofort auf sich gestellt, versorgen sich selbst und werden nicht gefüttert.

Im Siedlungsbereich fallen zumeist die bräunlich gefleckten Jungamseln auf, die etwa eine Woche vor dem Flüggewerden der drangvollen Enge des Nestes entfliehen. „Sie flattern unbeholfen umher“, beschreibt Olbrich. „Aber ihre Eltern sind ganz in der Nähe und kümmern sich um sie.“ Auch junge Greifvögel und Eulen durchlaufen ein so genanntes „Ästlingsstadium“, in dem sie noch im Dunenkleid im Geäst umherturnen. Auch sie werden im Normalfall von ihren Eltern betreut.

„Hilfe für die Jungvögel ist erst notwendig, wenn nach einer Beobachtung über zwei bis drei Stunden aus angemessener Entfernung feststeht, dass es sich wirklich um einen verlassenen, kranken oder verletzten Vogel handelt“, so die Naturschützerin weiter. „Die Aufzucht von Jungvögeln gehört aber auf jeden Fall in die Hände von Fachleuten. Verletzte und kranke Jungvögel sollten am besten in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden, die Wildtiere kostenlos behandelt.“ Diese könnten unter Umständen auch Tipps für die Aufzucht geben und Kontakte zu Fachleuten vermitteln. Sollten aber tatsächlich einmal Küken aus einem Nest gefallen sein, kann man sie ohne Gefahr für diese in die Hand nehmen und zurücksetzen, denn anders als bei vielen Säugetieren wie z.B. Feldhasen oder Rehen stören sich die Altvögel nicht am menschlichen Geruch.

 

 

BUND-Tipp: Wildbienen schützen

Biene auf Heckenrosenblüte vor Sommerlandschaft
Foto: Nentwig/BUND

 
Am Weltbienentag rollen wir den bunten Wildblumenteppich für die mehr als 560 heimischen Wildbienen-Arten aus! Die wilden Verwandten der Honigbienen sind als Pflanzenbestäuber unverzichtbar! Und somit wichtige Helfer in der Landwirtschaft. Genau diese gefährdet die Wildbienen jedoch: Vor allem der hohe Pestizideinsatz in der industriellen Landwirtschaft zerstört ihre natürlichen Lebensräume.

Wildbienen schützen ist relativ einfach, nicht nur am Weltbienentag: in Wildblumenwiesen, Gemüse- und Kräuterbeeten finden sie ausreichend Nahrung. Besonders beliebt sind Ranken-Glockenblumen, Kornblumen oder Blaukissen auf der Wiese und Rosenkohl, Grünkohl, Zwiebeln und blühender Lauch im Gemüsebeet. Ob im Garten oder auf dem Balkon – Salbei, Zitronen-Thymian oder Bohnenkraut sind nahrhafte Kräuter, für uns Menschen und Wildbienen gleichermaßen.

Generell gilt natürlich, im Garten und auf dem Balkon auf Pestizide zu verzichten – zum Schutz aller Insekten!

 

Jörg Farys / BUND

In der derzeitigen Krise stellen sich viele grundsätzliche gesellschaftliche Fragen ganz neu.

Aus Sicht des BUND kann es jetzt keine einfachen Konjunktur-Programme nach dem Motto "die alte, rauchende Maschine wieder anschmeißen" geben.

Die Maßnahmen, die den Weg aus der wirtschaftlichen Krise ermöglichen sollen, müssen akut wirken und gleichzeitig zukunftsfähig sein.

Der BUND fasst die Forderungen an die Programme im folgenden Dokument zusammen:

 https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/investitionen-in-eine-zukunftsfaehige-wirtschaft/

 

 

Wildkatzenland Hessen: Suche 2020 endet

Sitzende Wildkatze
Thomas Stephan / BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen beendet in diesen Tagen seine diesjährige Suche nach Nachweisen der Europäischen Wildkatze in Hessen.

In den Untersuchungsgebieten – im Butzbacher Wald, Krofdorfer Forst und im Taunus bei Weilrod – setzte der BUND auf die „Frühlingsgefühle“ der Wildkatzen. „Wir nutzen sogenannte Lockstöcke, die wir mit Baldrian besprühen“, erklärt Susanne Schneider vom BUND Hessen. „Dieser Geruch ist den Sexuallockstoffen der Wildkatze sehr ähnlich, so dass er die Tiere magisch anzieht. Sie reiben sich am Holz und hinterlassen dabei einzelne Haare, die wir vorsichtig absammeln und anschließend genetisch untersuchen lassen können.“ Partner des BUND für die Genanalysen ist die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Mehr als 100 Haarproben sind so in den letzten Wochen zusammengekommen. Möglich ist so eine aufwändige Untersuchung nur mit der Unterstützung der zuständigen HessenForst-Forstämter, der Waldeigentümer sowie der Hilfe von Ehrenamtlichen. „Über 10 Wildkatzenfreundinnen und -freunde haben uns in diesem Jahr wieder unterstützt und regelmäßig Lockstöcke kontrolliert“, freut sich Schneider. „Die Ergebnisse, wie viele Wildkatzen dabei waren und wo wir vielleicht neue Nachweise verzeichnen können, erwarten wir Ende des Jahres.“

Hintergrund

Das Verbreitungsgebiet der Wildkatze in Hessen erstreckt sich über den Taunus, Vogelsberg und Spessart, das Lahn-Dill-Bergland, hessische Rothaargebirge bis in den Reinhardswald und das hessische Bergland.

Der BUND setzt sich seit mehr als 15 Jahren mit seinem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ für den Schutz der gefährdeten Europäischen Wildkatze in Deutschland ein. Bundesweit untersuchen Naturschützerinnen und Naturschützer die Entwicklung der Bestände und engagieren sich für die Vernetzung der Lebensräume der Wildkatze. Da die Tiere auf Deckung angewiesen sind, brauchen sie „grüne Korridore“ aus Büschen und Bäumen, um neue Lebensräume zu erobern. Gleichzeitig fordert der BUND die Politik auf, sich stärker für den Schutz der Biologischen Vielfalt in Deutschland einzusetzen. Dazu gehört auch der Bau von Grünbrücken oder Unterführungen an Unfallschwerpunkten und ein Verzicht auf weiteren Straßenbau.

Die Europäische Wildkatze ist, anders als unsere Hauskatzen, eine echte Ureinwohnerin Europas. Sie lebt bevorzugt in naturnahen Wäldern und steht damit wie kaum ein anderes Tier für eine intakte, strukturreiche Waldlandschaft in Deutschland. Zu Beginn der 20. Jahrhunderts fast ausgerottet, gibt es heute schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Exemplare im Bundesgebiet.

 Weitere Informationen:

www.bund-hessen/wildkatze

 

 

++Achtung Nachwuchs: Wildkätzchen bitte nicht mitnehmen++

Frankfurt. Ab April, in den ersten Frühlingswochen, werden die Jungen der Europäischen Wildkatze geboren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appelliert deshalb an Spaziergänger und Wanderer, kleine Kätzchen im Wald nicht anzufassen oder mitzunehmen. „Junge Wildkatzen sehen Hauskatzen oftmals zum Verwechseln ähnlich", erläutert Susanne Schneider vom BUND Hessen. „Werden die Wildkätzchen mitgenommen, bedeutet das viel Stress und unnötige Risiken für diese seltenen Tiere.“

„In Menschenhand besteht für die Wildkätzchen ein sehr hohes Risiko, sich mit Hauskatzenkrankheiten anzustecken“, erklärt Schneider weiter. „Auswilderungen sind außerdem sehr aufwendig und gelingen nicht immer.“ Zudem sind Wildkatzen geschützte Wildtiere. Sie dürfen nicht ohne Not in menschliche Obhut genommen werden. „Auch wenn die Katzenjungen allein und mutterlos erscheinen, sollte man Abstand halten. Meistens ist das Muttertier auf Mäusejagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe.“ Die Beobachtungen können gerne dem BUND gemeldet werden.

Junge Wildkatzen haben noch ein deutlich gestreiftes braun-graues Fell und blaue Augen. Erst wenn sie älter werden, verblasst die Fellzeichnung und sie sind durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Spitze als Wildkatze besser zu erkennen. Das Verbreitungsgebiet der Wildkatze in Hessen erstreckt sich über den Taunus, Vogelsberg und Spessart, das Lahn-Dill-Bergland, hessische Rothaargebirge bis in den Reinhardswald und das hessische Bergland.

Hintergrund

Der BUND setzt sich seit mehr als 15 Jahren mit seinem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ für den Schutz der gefährdeten Europäischen Wildkatze in Deutschland ein. Bundesweit untersuchen Naturschützerinnen und Naturschützer die Entwicklung der Bestände und engagieren sich für die Vernetzung der Lebensräume der Wildkatze. Da die Tiere auf Deckung angewiesen sind, brauchen sie „grüne Korridore“ aus Büschen und Bäumen, um neue Lebensräume zu erobern. Gleichzeitig fordert der BUND die Politik auf, sich stärker für den Schutz der Biologischen Vielfalt in Deutschland einzusetzen. Dazu gehört auch der Bau von Grünbrücken oder Unterführungen an Unfallschwerpunkten und ein Verzicht auf weiteren Straßenbau.

Mehr Informationen und Kontakt, wenn man Wildkatzenjunge gesehen hat:
https://www.bund-hessen.de/wildkatze/wildkatzen-hinweise/

Weitere Informationen:
Susanne Schneider, Managerin Naturschutzprojekte beim BUND Hessen | Tel. 069 677 376-16 | susanne.schneider@bund-hessen.de

 

Tschernobyl Gedenktag am 26.4. dies Jahr Online

Foto: von Eisenhart-Rothe / BUND

Impressionen von der pandemiebedingten Online-Demo vom Tschernobyl-Jahrestagh am 26.4.2020.

 

 

BUND Kreisverband Hochtaunus erinnert an die Reaktorkatastrophe vom 26. April 1986 in Tschernobyl, Ukraine

Auf dem Transparent sind Standorte von Atomanlagen dargestellt


Am Sonntag, den 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 34. Mal. Tschernobyl steht für die größte Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie-Nutzung: In dem ukrainischen Atomkraftwerk kam es am 26. April 1986 zur Kernschmelze. Der Reaktor Block 4 explodierte und radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. Die Region ist bis heute unbewohnbar, Mensch und Natur kämpfen mit den Spätfolgen.

 
Das Kraftwerk befindet sich in der heutigen Ukraine an der Grenze zu Weißrussland. 190.000 Kilo hochradioaktives Material befand sich zu dem Zeitpunkt der Katastrophe im Reaktor. Die Strahlungskraft, die durch die Explosion freigesetzt wurde, war nach Angaben der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) 200 Mal so stark wie die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen.

 
Der Wind verbreitete die radioaktive Wolke von Tschernobyl aus über weite Teile der Sowjetunion sowie Europas. Bereits 36 Stunden nach der Explosion wurden in Deutschland erhöhte Strahlendosen gemessen. Noch heute müssen Pilze und Wildfleisch z.B. in Bayern auf Strahlung untersucht werden.

 
Die Folgen für Mensch und Umwelt waren gewaltig. 400.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. 8,3 Millionen Menschen lebten plötzlich in kontaminierten Gebieten. 830.000 Menschen wurden für die Eindämmung der Katastrophe als so genannte Liquidatoren eingesetzt. Dabei riskierten sie hohe Strahlendosen.

 
Atomkraftwerke sind niemals sicher. Dies zeigt eine lange Liste von schweren Unfällen und Störfällen überall auf der Welt. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage noch dadurch verschärft, dass es nicht völlig unwahrscheinlich ist, dass AKWs das Ziel von Terrorist*innen werden. Und gegen gezielte Terroranschläge ist kein Atomkraftwerk gerüstet.

 
Ein häufig unterschätztes Problem der Atomkraft ist der Uranabbau: Hoher Ressourcenverbrauch, Schädigung von Mensch und Umwelt sind seine Folgen. Aber auch der Normalbetrieb birgt Gefahren: So geben AKW, Atommüll-Zwischenlager sowie Atommülltransporte radioaktive Strahlen ab, die Krebs verursachen und das Erbgut schädigen können.

 
In Europa sind immer noch knapp 200 Atomreaktoren am Netz– mit durchschnittlichen Laufzeiten von 30 bis 40 Jahren. Dieses „europäische Restrisiko“ sollten wir nicht weiter hinnehmen. Eine zügige Abschaltung und Stilllegung der Reaktoren und der Ausbau von erneuerbaren Energien muss vorangetrieben werden. Atomenergie stellt keine Alternative zu Kohle und Öl dar.
 

Der BUND möchte an die vielen Opfer von Tschernobyl erinnern und gleichzeitig davor warnen, dass eine derartig unkontrollierbare und unsinnig teure Technik wiederauflebt.

 

BUND-Tipp: Blühende Wälder entdecken

Sobald die Sonnenstrahlen im Frühjahr den Waldboden berühren, erblühen Wildblumen wie Veilchen, Buschwindröschen und Scharbockskraut und sorgen für eine erste zarte Farbenpracht im Wald. Mancherorts findet man auch die seltenen Märzenbecher. Der blühende Wald erfreut Waldspaziergänger*innen bis sich das Blätterdach der Laubbäume schließt und dadurch die Sonneneinstrahlung am Boden abnimmt. Mit aufmerksamem Blick ist der – noch – kahle Wald im Frühling schon bunter als man denkt.

Tipp: Welche Wildblume dort wächst, verrät die Smartphone-App Flora Incognita in wenigen Schritten. Sie informiert über die Herkunft, Verbreitung und Giftigkeit von Wildblumen, Sträuchern, Bäumen, Gräsern oder Farnen. Die Pflanzenbestimmung funktioniert natürlich auch beim Spaziergang in der Stadt.

 

BUND Expertendienst: Klimakrise und Klimaschutz

„Wir brauchen jetzt einen wirklichen Green Deal für Europa und internationale Solidarität. Deutschland muss in diesen Krisenzeiten über die nationalen Grenzen hinweg denken und handeln. Im Rahmen unserer Entwicklungszusammenarbeit müssen wir Technologien und Gelder für die Länder bereitstellen, die ihrer Bevölkerung und ihren Unternehmen in der Krise nicht im gleichen Maße helfen können. Bei uns dürfen die Hilfen nur an Unternehmen fließen, die sich dazu verpflichten, ihre CO2-Emissionen im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens umfassend zu reduzieren“, sagt Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin.
Pressekontakt Klimaschutz: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Expertin für internationalen Klimaschutz, Mobil: 0151-24087297, E-Mail: Annkathrin.Schneider@bund.net

Energieversorgung, Atomenergie: 
„Verschobene Castor-Transporte, Grohnde-Revision unklar. Atomkraft basiert auf einer instabilen Energiequelle, deren infrastrukturelle Handhabe zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger permanent aufrechterhalten werden muss. Homeoffice ist hier undenkbar. Dieses – leider sehr langlebige – Relikt aus einer Zeit zentralistischer Energiesysteme muss zügig dem Fortschritt, sprich den Erneuerbaren Energien, weichen“, erklärt Juliane Dickel, BUND-Expertin für Atom- und Energiepolitik.
Pressekontakt Energiepolitik: Juliane Dickel, BUND-Expertin Atom- und Energiepolitik, Mobil: 0176-31267936, Juliane.Dickel@bund.net

Erneuerbare Energien, Bürgerenergie:
„Anstatt die aktuelle brisante Ausnahmesituation auszunutzen um eine Senkung der EEG-Umlage zu propagieren, sollte die Bundesregierung schnellstmöglich den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranbringen. Konkret heißt das: Weg mit dem Solardeckel und den absurden Mindestabstandsregeln von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung. Denn was wir jetzt und in Zukunft brauchen, sind nachhaltige, krisenfestere Systeme“, sagt Caroline Gebauer, BUND-Expertin für Energiepolitik.
Pressekontakt Energiepolitik: Caroline Gebauer, BUND-Expertin für nationale Klimapolitik, Mobil: 0176-22645584, E-Mail: Caroline.Gebauer@bund.net

Mobilität und Verkehrswende:
„Die nächsten Monate werden zeigen, dass Mobilität mehr bedeutet, als ein immer schneller, immer weiter. Wir brauchen eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität, die das Miteinander in den Vordergrund stellt und mehr Raum für schwächere Verkehrsteilnehmer bietet. Aktuell eingeübte Verhaltensweisen wie Homeoffice oder Videokonferenzen können verstetigt werden und helfen, zukünftig Verkehr und damit CO2 zu reduzieren“, sagt Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte.
Pressekontakt Mobilität: Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Mobil: 0151-56313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net bzw. Arne Fellermann, Abteilungsleiter Klimaschutz beim BUND, Mobil: 0176-81036672, E-Mail: arne.fellermann@bund.net

 

 

BUND-Expertendienst: Globalisierung anders denken, Regionalität, Lieferketten, grünes Wirtschaftswachstum


 
„Wir brauchen jetzt ein weitsichtiges Konjunkturprogramm, das akutes Krisenmanagement mit Investitionen in die sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft verbindet. Es dürfen keine Milliardensummen an große Unternehmen fließen, ohne Bedingungen zum Klimaschutz zu stellen. Die Krise zeigt außerdem, dass unsere Art zu wirtschaften wenig resilient gegenüber externen Schocks ist, perspektivisch sollte die Politik deshalb die Krise nutzen, um den Umbau zu einer regionaleren sowie klima- und umweltfreundlichen Wirtschaftsweise voranzutreiben“, sagt Lia Polotzek, BUND-Expertin für Handel und Finanzen.
Pressekontakt Wirtschaft und Handel: Lia Polotzek, BUND-Expertin für Wirtschaft- und Handelspolitik, Mobil: 0175-5729961, E-Mail: Lia.Polotzek@bund.net

Nachhaltige Finanzen für Europa:
„Gerade in der Krise zeigt sich, wie wichtig europaweite Kooperation ist. ‚Nochmal schnell ins Grüne‘ funktioniert auch dank EU-Geldern für regionale Entwicklung, Umwelt- und Naturschutz. Der Erfolg der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr wird sich entsprechend auch an ihrem Einsatz für eine ökologisch nachhaltige, krisenfeste europäische Wirtschaft messen. Krisenfest bedeutet auch, die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Klima- und Umweltkrise bereitzustellen und sich für ein nachhaltiges Europa einzusetzen.“
Pressekontakt Nachhaltiges Europa: Toni Rumpf, BUND-Experte für nachhaltige EU-Förderpolitik, E-Mail: Toni.Rumpf@bund.net

 

 

BUND-Expertendienst: Umwelt- und Naturschutzarbeit in Corona-Zeiten / Interviewpartner*innen beim BUND

Berlin. Die Ausbreitung des Coronavirus und die Gegenmaßnahmen stehen derzeit zu Recht im Fokus der Öffentlichkeit. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen ­­­– gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Für den BUND gilt: Menschen müssen sozial abgesichert, neue Arbeitsplätze geschaffen und Wege in eine klimafreundliche, nachhaltige und gerechte Zukunft geebnet werden.

Unsere Expertinnen und Experten auf den Gebieten Wirtschaft und Handel, Klima, Nachhaltigkeit und Suffizienz, Ressourcen, Lebensmittel und Agrarpolitik, Gentechnik, Biodiversität sowie Energie, Stadtnatur oder Verkehr stehen auch in der aktuellen Situation für Interviews, Nachfragen und Tipps zu Verfügung. 

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender, zur allgemeinen Lage: „Die Welt steht am Scheideweg. Die Corona-Krise zeigt, wie verletzlich wir Menschen und wie verletzlich unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme sind. Es ist deshalb gut, dass die Bundesregierung in dieser für uns alle herausfordernden Situation Geld in die Hand nimmt, um Menschen und Unternehmen in der Not schnell zu helfen. Damit die Menschen, die Unternehmen, unsere Wirtschaft auch nach der Corona-Krise und langfristig gut aufgestellt sind, braucht Deutschland einen Green Deal: für Gerechtigkeit, Arbeit und Umwelt. Menschen absichern, nachhaltige Arbeitsplätze schaffen, eine klimafreundliche Zukunft mit starken regionalen Kreisläufen aufbauen. Das muss jetzt der Grundsatz sein, um unsere Wirtschaft aus der Krise zu führen. Parteipolitisch motivierte Blockaden, wie sie jetzt in Äußerungen zum Ausbau der Windkraft oder beim Solardeckel aufscheinen, haben hier nichts verloren.”

 Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND: „Wir stellen uns der heutigen Situation mit einschneidenden und schnellen Maßnahmen, weil Untätigkeit unmittelbar zu schwerwiegenden Folgen führen würde. Die Klimakrise, das Artensterben und der anhaltend verantwortungslose Umgang mit Natur und Umwelt sind langfristig eine ebenso große Bedrohung für uns. Auch diese Krisen müssen mutig und entschlossen angepackt werden. Ein Weiter so darf es nach der Krise nicht geben.“

 Wirtschaft | Handel | Finanzen

 Globalisierung anders denken, Regionalität, Lieferketten, grünes Wirtschaftswachstum:

 „Wir brauchen jetzt ein weitsichtiges Konjunkturprogramm, das akutes Krisenmanagement mit Investitionen in die sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft verbindet. Es dürfen keine Milliardensummen an große Unternehmen fließen, ohne Bedingungen zum Klimaschutz zu stellen. Die Krise zeigt außerdem, dass unsere Art zu wirtschaften wenig resilient gegenüber externen Schocks ist, perspektivisch sollte die Politik deshalb die Krise nutzen, um den Umbau zu einer regionaleren sowie klima- und umweltfreundlichen Wirtschaftsweise voranzutreiben“, sagt Lia Polotzek, BUND-Expertin für Handel und Finanzen.
Pressekontakt Wirtschaft und Handel: Lia Polotzek, BUND-Expertin für Wirtschaft- und Handelspolitik, Mobil: 0175-5729961, E-Mail: Lia.Polotzek@bund.net

 Nachhaltige Finanzen für Europa:

„Gerade in der Krise zeigt sich, wie wichtig europaweite Kooperation ist. ‚Nochmal schnell ins Grüne‘ funktioniert auch dank EU-Geldern für regionale Entwicklung, Umwelt- und Naturschutz. Der Erfolg der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr wird sich entsprechend auch an ihrem Einsatz für eine ökologisch nachhaltige, krisenfeste europäische Wirtschaft messen. Krisenfest bedeutet auch, die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Klima- und Umweltkrise bereitzustellen und sich für ein nachhaltiges Europa einzusetzen.“
Pressekontakt Nachhaltiges Europa: Toni Rumpf, BUND-Experte für nachhaltige EU-Förderpolitik, E-Mail: Toni.Rumpf@bund.net

 

 

Mehrwegsysteme auch in Krisenzeiten stärken

Plastikatlas 2019 von BUND und Heinrich-Böll-Stiftung

Berlin. Gehortetes Leergut, fehlendes Altpapier und eine teils eingeschränkte Müllabfuhr: Die Corona-Krise bringt auch die Wertstoffkreisläufe in Deutschland durcheinander. Weil viele Haushalte Getränkevorräte anlegen und mancherorts Wertstoffhöfe geschlossen wurden, klagen Getränkehersteller und Papierindustrie derzeit über einen Mangel an Mehrwegflaschen und Altpapier. Doch auch in Krisenzeiten müssen unsere Stoffkreisläufe am Leben erhalten werden. Regionale Mehrwegsysteme stellen grundsätzlich die nachhaltigste Form der Verpackung dar.

„Damit Mehrwegsysteme und Recycling funktionieren, ist es wichtig, dass wir keine Getränke horten, Pfandgut wieder in die Märkte bringen und Altpapier zurückgeben“, sagt Benedikt Jacobs, Experte für Ressourcenpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). 

Schleppende Rückläufe dürfen von Unternehmen nicht genutzt werden, noch stärker auf Einweggebinde zu setzen. Vielmehr muss die negative Entwicklung hin zu immer mehr Einwegflaschen, die in der Vergangenheit bei Firmen wie Coca-Cola und Nestlé oder den großen Discounterketten wie Lidl und Aldi zu erkennen war, gestoppt und umgekehrt werden.

Jacobs: „Einwegprodukte sind in Zeiten von Plastikkrise, Klimakrise und der Übernutzung unserer natürlichen Ressourcen der falsche Ansatz. Mehrwegsysteme müssen in allen Produktbereichen gestärkt werden: etwa durch eine verbindliche und konsequent umgesetzte Mehrwegqoute, eine Abgabe für Unternehmen, die weiterhin auf Einwegverpackungen setzen, und ein Recycling in Deutschland statt Müllexporten ins Ausland. Das trägt zu einer nachhaltigeren und ökologischeren Wirtschaft bei.“ 

Der weltweit steigende Ressourcenverbrauch ist neben der Klimakrise sowie dem Verlust von Arten und Lebensräumen eine weitere große Bedrohung. Um den Verbrauch auf ein nachhaltiges Maß zu reduzieren, müssen wir Produktions- und Konsummuster tiefgreifend ändern. 

Jacobs: „Die aktuelle Krise unterstreicht die Notwendigkeit neuer regulatorischer Ansätze und übergreifender Strategien. Ohne systemische Antworten werden wir die globalen Herausforderungen nicht lösen, wie das Beispiel des Mehrwegsystems zeigt.“ 

Das gilt insbesondere für das Problem des Verpackungsmülls. Mehrweg ist hier die Antwort. Das Mehrwegsystem ist dann besonders nachhaltig, wenn es lokal und ohne weite Transportwege organisiert ist. Dafür braucht es bundesweit genormte Einheitsgebinde, also einheitliche Flaschen, Gläser und andere Verpackungen sowie regionale Abfüllstationen. 

Jacobs: „Davon sind wir momentan leider noch weit entfernt. Um nur ein Negativ-Beispiel zu nennen: Unterschiedliche Flaschenformen mit individuellen Prägungen im Biersektor konterkarieren Einheitlichkeit und damit die regionale Kreislaufführung. Bis es einheitliche Systeme gibt, sind bewusste Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, Einwegprodukte und Verpackungen möglichst zu vermeiden und gerade im Getränkesektor auf ressourcenschonende Alternativen wie Leitungswasser zurückzugreifen.“

Kontakt: Benedikt Jacobs, BUND-Experte für Ressourcenpolitik, Tel.: 0176-43646286, E-Mail: Benedikt.jacobs@bund.net

BUND-Pressestelle:
Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorranging mobil:
Sigrid Wolff: 0162-96 11 946
Daniel Jahn: 0170-160 66 58
Judith Freund: 0176-476 841 64
Heye Jensen: 01590-633 23 72

Hinweis: Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus ergreift auch der Bund BUND alle notwenigen Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Mitarbeiter*innen verstärkt im Home-Office und nutzen Telefonkonferenzen und digitale Medien für die Kommunikation. Wir alle tragen Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Virus. Gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns stets auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Trotz Corona-Krise ist es daher wichtig, dieses Engagement unter Berücksichtigung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen fortzusetzen. Auch die Klimakrise und das Artensterben sind weltweite Krisen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Umwelt- und Naturschutz betreffen uns alle unmittelbar. 

Gartenschläfer werden munter – Naturschutz und Forschung starten Spurensuche 2020. Machen Sie mit!

Torsten Prodöhl www.fokus-natur.de

Frankfurt am Main. Wenn die Gartenschläfer in diesen Wochen ihren Winterschlaf beenden, stehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wieder bereit: Seit 2019 erforschen sie, warum die kleine Schlafmaus mit der typischen „Zorro-Maske“ vielerorts in Deutschland und Europa in dramatisch kurzer Zeit verschwunden ist. Ihr Ziel: Den Gartenschläfer als heimische Tierart in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Gefördert wird das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Erste Geheimnisse konnten die Naturschützer*innen und Forscher*innen mit ihrer Spurensuche bereits lüften. Allein in Hessen sind bereits 453 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die während des Winterschlafs der Tiere ausgewertet wurden. Die regionalen Unterschiede fielen besonders auf: „Während wir aus Wiesbaden, dem Main-Taunus-Kreis und dem Kreis Groß-Gerau sehr viele Hinweise bekamen, erreichten uns aus Mittelhessen, der Bergstraße und dem Odenwald so gut wie keine Meldungen“, erklärt Susanne Schneider, Projektkoordinatorin beim BUND Hessen. „Dass die Unterschiede so deutlich sind, beunruhigt uns. Denn es scheint, dass der Gartenschläfer in vielen seiner ursprünglichen Verbreitungsgebiete verschwunden ist.“

Auch in diesem Jahr soll deshalb weiter geforscht und die „weißen Flecken“ auf der Verbreitungskarte geschlossen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de, gerne mit Foto oder Audioaufnahme. Denn nicht nur die Gesichtszeichnung mit den dunklen Ringen um die Augen ist beim Gartenschläfer unverkennbar, sondern auch seine Stimme – nachzuhören auf www.gartenschlaefer.de/geraeusche.

Obwohl der Gartenschläfer eine heimische Tierart ist, gibt es zu ihm und dem dramatischen Rückgang seiner Bestände noch viele offene Fragen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? Und vieles mehr. „Da wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept entwickeln und umsetzen“, so Schneider. „Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.“

 

Weitere Informationen:

sowie

 Kontakt:

BUND Hessen: Susanne Schneider, Managerin Naturschutzprojekte, Tel.: 069 - 677 376 16, E-Mail: susanne.schneider@bund-hessen.de

 

Samenbomben basteln - ein guter Tipp für die Natur?

 

Samenbomben basteln –ein guter Tipp für die Natur?

 

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die gesetzlichen Grundlagen zum Ausbringen von Saatgut und Pflanzen im öffentlichen Raum hinweisen.

 

In Zeiten von Corona gibt es viele Tipps, was Kinder jetzt machen können. Dazu gehört auch das Basteln von Samenbomben. Dieser prinzipiell gute Tipp hat aber ein paar Haken.

 

Zum Einem ist das BNatschG (siehe unten) zu beachten und zum Zweiten könnte es auch zu Frustrationen kommen, weil die Samen nicht angehen, da nicht die richtigen Bedingungen vorliegen. Meist brauchen die Samen einen ganz bestimmten Boden und kommen nicht mit jeder Fläche klar und vor allen Dingen benötigen sie in der Keimphase Wasser.

 

Unser Vorschlag: Basteln Sie mit Ihren Kindern Samenbomben mit Regiosaatgut und lassen Sie sich von ortsansässigen Biologen oder Naturschutzverbänden sagen, wo diese am besten platziert werden. Danach gehen Sie ein paar Wochen zum Gießen vorbei. Dann haben die Natur etwas davon und Ihre Kinder können beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln.

 

Samen, die nicht den Vorgaben entsprechen dürfen nur in privaten Gärten ausgebracht werden.

 

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Seit 1. März 2020 ist der neue § 40 (4) des Bundesnaturschutzgesetzes BNatSchG verbindlich in Kraft und beschreibt, welches Saatgut außerhalb von Gärten noch ausgebracht werden darf und welches nicht. Daher möchten wir aus diesem aktuellen Anlass die wichtigsten Fragen zum Ausbringen von Saatgut im öffentlichen Raum beantworten.

 

Was hat es damit auf sich?

In Zeiten von Corona gibt es viele Tipps, was Kinder jetzt machen können. Dazu gehört auch das Basteln von Samenbomben. Dieser prinzipiell gute Tipp hat aber ein paar Haken.

 

Der 1. Haken: wenn konventionelles, gezüchtetes Saatgut bei Begrünungsmaßnahmen in der freien Natur verwendet wird, können dadurch invasive Arten eingeschleppt und heimische verdrängt werden. Die Ergänzung soll also helfen, die biologische Vielfalt sichern.

 

Und zweitens könnte es auch zu Frustrationen kommen, weil die Samen nicht angehen, da nicht die richtigen Bedingungen vorliegen. Meist brauchen die Samen einen ganz bestimmten Boden und kommen nicht mit jeder Fläche klar und vor allen Dingen benötigen sie in der Keimphase Wasser.

 

Basteln Sie mit Ihren Kindern Samenbomben mit Regiosaatgut und lassen Sie sich von ortsansässigen Biologen oder Naturschutzverbänden sagen, wo diese am besten platziert werden. Danach gehen Sie ein paar Wochen zum Gießen vorbei. Dann haben die Natur etwas davon und Ihre Kinder können beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln.

 

Samen, die nicht den Vorgaben entsprechen dürfen nur in privaten Gärten ausgebracht werden.

Hier ein paar detailliertere Informationen:

 

Für welche Flächen gilt die neue Regelung?

Für Ausgleichsflächen von Bebauungsmaßnahmen, aber auch Wald- und Wiesen- und Streuobstwiesenflächen außerhalb des Ortsgebietes. Sie gilt nicht für innerstädtische Parkanlagen, Friedhöfe oder innerörtliches Straßenbegleitgrün, also Verkehrsinseln und Straßen-Randstreifen. Trotzdem ist es natürlich durch Pollen-und Zusammenführung auch hier sinnvoll, heimische Arten zu bevorzugen.

 

Warum in die Novelle/Ergänzung? Das ist doch alles zugelassenes Saatgut!

Ein Großteil der Samen-Importware stammt aus Ländern wie Kanada und Neuseeland, wo es andere Arten von Gräsern, Kräutern, Büschen und Bäumen bzw. andere Pflanzengesellschaften gibt. Die Garantie bezieht sich beispielsweise auf Keimfähigkeit, Lagerfähigkeit oder möglicherweise enthaltene Fremdarten.

Naturraumtreues Regiosaatgut wird in engem räumlichen Bezug zum Ausbringungsort gesammelt bzw. angebaut. Dafür wurde die Bundesrepublik in entsprechende Herkunftsregionen (= Ursprungsgebiete) und Produktionsräume unterteilt.

 

Was passiert, wenn ich mich nicht daran halte?

Seit dem 1. März 2020 wird ein Verstoß als Ordnungswidrigkeit geahndet. In Hessen gibt es dafür allerdings (noch) keine verbindlichen Bußgeld-Beträge, sondern diese liegen im richterlichen Ermessen.

 

Woher bekomme ich nun „gebietseigenes“ Saatgut?

Der Hochtaunuskreis gehört zur Herkunftsregion/Ursprungsgebiet 21 „hessisches Bergland“ und zum Produktionsraum 4 „Westdeutsches Berg- und Hügelland“.

Es gibt 2 Zertifizierungsmodelle für Saatgutmischungen, zum einen das Zertifikat „VWW-Regiosaaten“, dessen Träger der Verband Deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V. ist und zum anderen „RegioZert“, getragen vom Bund Deutscher Pflanzenzüchter e.V.

 

Wo kann ich Preise sehen und Bestellungen tätigen?

Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter zertifizierten und naturraumtreuen Regiosaatgutes, beispielsweise:

https://www.rieger-hofmann.de/alles-ueber-rieger-hofmann.html

http://www.wildsaaten.de/

https://www.natur-im-vww.de/

https://www.saaten-zeller.de/regiozert

https://bsv-saaten.de/fachinformationen/regio-saatgut/

https://regionalisierte-pflanzenproduktion.de/

 

An wen kann ich mich im Zweifelsfall wenden?

Im Ortsverband Schmitten kann Anna Gladis Auskunft geben, Friederike Schulze und Wolfgang Wagner im Ortsverband Usingen-Neu-Anspach sowie Maria Brohm vom Ortsverband Kronberg im Vordertaunus.

 

BUND-Tipp: Ostereier natürlich färben

 

Ob Groß oder Klein – Ostereier selbst einfärben gehört für viele zur Osterzeit dazu. Manche synthetische Färbemittel der sogenannten Azofarbstoffe1 stehen jedoch unter Verdacht, allergieähnliche Reaktionen auszulösen. Keinesfalls sollten die Ostereier mit Filzstiften und Farben bemalt werden, die nicht für Lebensmittel geeignet sind.

Besser ist es, natürliche Farbstoffe zu verwenden:

Auf gereinigten Eierschalen zaubert der gekochte Sud aus Rotkohl, Johanniskraut, Rote Beete, roten Beeren, Kurkuma, Zwiebelschalen, Brennnessel oder Spinat natürlich(e) Pastelltöne in Gelb-, Grün- und Rottönen – ganz ohne Gesundheitsgefahren oder negative Folgen für die Umwelt. Verwendet man zudem den Sud von eingelegtem Gemüse und rotem Obst, erfüllen die Lebensmittel einen zweifachen Zweck.

Die Eier kocht man in dem Sud für rund 10 Minuten. Ein Esslöffel Essig hilft, dass die Schale die Farbe besser aufnimmt. Für ein intensiveres Farbergebnis eignen sich zum einen weiße Eier, zum anderen wird es durch die Dauer des Bads im Sud beeinflusst.

Im Bioladen und manchen Drogerien gibt es außerdem umweltverträgliche Farbstoffe zum Anrühren. Wer dann noch Bio-Eier wählt (Zahlencode 0), kann die natürlich gefärbten Ostereier mit gutem Gewissen genießen.

 

"HABEETAT" im Neu-Anspacher Wald auf der Wildschweinroute

Das Projekt "Erweiterung und Pflege Wildschweinroute Neu-Anspach-Hausen-Arnsbach" hatte bei der Umweltlotterie "genau" gewonnen. Schnell war klar, dass etwas für Insekten getan werden sollte und wir haben uns für eine Klotzbeute für wildlebende Honigbienen entschieden. Und so wurde Kontakt mit den Profis von der "Bienenbotschaft" aufgenommen. Am Freitag, 20. März war es so weit. Nachdem abgeklärt wurde, dass der Termin mit erhöhten Sicherheitsvorschriften wegen der aktuellen Situation stattfinden konnte, rollte der vorgefertigte ausgehöhlte Baumstamm mit einem Kranwagen am Freitagmorgen an. Baumkletterer befestigten den ca. 500 kg schweren Baumabschnitt an einer vom Förster Christoph Wählert ausgesuchten, gesunden Buche. Jetzt hoffen wir, dass das "HABEETAT" bald besiedelt wird. 

 

 

Tag des Wassers: Klimakrise ist Wasserkrise – Trinkwasserversorgung jetzt sichern

„Wasser und Klimawandel“: Anlässlich des Weltwassertags am 22. März fordert der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) insbesondere die südhessischen Wasserversorger zu Investitionen in die Sicherung der Trinkwasserversorgung auf. Nötig sind nach Ansicht des BUND weitere Anstrengungen, um Wasser zu sparen, sowie die Erweiterung der nutzbaren Trinkwassermenge und die weitere Sanierung der Grundwasserkörper im Hessischen Ried.

„Die letzten zwei Jahre zeigen, welche Herausforderungen die Zukunft noch bringen wird“, erläutert der Landesvorsitzende, Jörg Nitsch, die Folgen der Wasserversorgungskapazitäten der beiden vergangenen Jahre, die aufgrund der anhaltenden Dürre bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Im Zuge des Klimawandels ist aber mit noch höheren Temperaturen, einer damit verbundenen höheren Verdunstung sowie einer Verstetigung und Ausweitung sommerlicher Trockenphasen zu rechnen. Wenn, wie prognostiziert, die Bevölkerungszahl in Südhessen weiter ansteigt, können Wassermangelzeiten nur durch weitere Erfolge beim Wassersparen und – deutlich wichtiger – einer Erhöhung der potenziellen Fördermengen vermieden werden.

„Wasser ist unsere wertvollste Ressource, die es zu schützen gilt – vor allem unter dem zunehmendem Wasserbedarf in Zeiten der Klimaerwärmung. Wir müssen verantwortungsbewusst mit dieser Ressource umgehen und die Nutzung radikal umdenken“, so Nitsch.

Wichtig ist für den BUND, dass die weitere Entwicklung nicht zu neuen Umweltschäden, sondern zu einer Sanierung der Altschäden führt. Ziel muss die Reduktion der Wasserimporte aus dem Vogelsberg und anderen mittelhessischen Gewinnungsgebieten sein sowie die immer drängendere Anhebung der Grundwasserstände zum Schutz der Wälder in Südhessen.

 

LDV 2020 verschoben, vorerst keine öffentlichen Veranstaltungen

Der Landesvorstand hat entschieden, die für den 25. April 2020 geplante Landesdelegiertenversammlung in den Herbst zu verschieben. Angedacht sind der 03. oder der 10. Oktober, bitte diese Termine daher ggfs. freihalten.

Außerdem tritt der BUND vorerst nicht als Gastgeber von Veranstaltung auf. 

Auch die Geschäftsstelle in der Neu-Anspacher Bahnhofstraße ist bis auf weiteres geschlossen. Alle Fragen um Umwelt- und Naturschutz können aber weiterhin über geschaeftsstelle@bund-hochtaunus.de platziert werden. Wir rufen zurück.

Ansonsten halten wir Sie elektronisch auf dem Laufenden.
Bleiben Sie gesund und aktiv!

 

 

ABSAGE: Jahresmitgliederversammlung des Kreisverbands HTK am Mittwoch, 18. März 2020 , 19:00 Uhr - 22:30 Uhr

ABSAGE: Die Jahresmitgliederversammlung des Kreisverbands wird wegen Corona abgesagt! Die Entscheidung zur Verschiebung in den Herbst oder Ausfall (Nachholung dann mit der nächsten im Frühjahr 2021) wird im Sommer getroffen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung freut sich der Kreisvorstand, Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen, zu einem Vortrag über das "Waldsterben 2.0" begrüßen zu dürfen. In Zeiten des Klimawandels und immer trockenerer Sommer sind unsere Wälder mehr denn je bedroht. 

Hier nun die vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Vortrag Jörg Nitsch: "Waldsterben 2.0"
  3. Regularien (Begrüßung und Eröffnung, Protokollführung, Anwesenheit, Stimmberechtigung, Beschlussfähigkeit, Tagesordnung)
  4. Berichte zum Geschäftsjahr 2019 (Geschäftsbericht des Vorstandes, Kassenbericht und Jahresabschluss, Kassenprüfung)
  5. Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019
  6. Sachanträge
  7. Wahlen (Kassenprüfer, Delegierte zur Landesdelegiertenversammlung am 25.4.2020)
  8. Ausblick
  9. Verschiedenes/Termine

Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder des Kreisverbandes bzw. der zugehörigen Ortsverbände.

 Ort: Stadthalle Oberursel, im Kolleg (Rathausplatz 2, 61440 Oberursel)

 

 

Pünktlich zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11.3.20 trafen sich am Bad Homburger Waisenhausplatz auf Initiative des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) von 17-19 Uhr trotz Regens etwa 20 Aktive, um an die nun 9 Jahre zurückliegende Kernschmelze in Fukushima und die menschlichen Opfer zu erinnern.

Fukushima ist der Beweis dafür, dass diese Form der Energiegewinnung wegen der Unfallgefahren, aber auch wegen der <s>die</s> ungelösten Entsorgungsfrage keine verantwortliche Lösung die CO2-Reduktion in der Energieversorgung darstellt. Insbesondere die immens hohen Kosten im Vergleich zu erneuerbaren Energien machen sie obsolet.

Es wurden Unterschriften gesammelt gegen die weitere Förderung der Kernenergie:

https://www.ausgestrahlt.de/aktionen/euratom/

Konstruktive Vorschläge, wie die Energiewende in Hessen auch ohne Atomenergie gelingen kann, finden sich in

https://www.bund-hessen.de/klimaschutz-energiewende/

 

Insektenschutz: Der blühende Balkon im Frühling

Mit einem blütenreichen Balkon kann man auch ohne eigenen Garten zum Insektenschutz beitragen. Frühblühende (Wild-) Blumen und Kräuterarten erleichtern Schmetterlingen, Wildbienen und vielen anderen Insekten die Futtersuche, sobald die ersten warmen Tage kommen.

Frühblüher wie u. a. die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides), Schneeheide (Erica carnea) und Krokusse (Crocus) bieten Wildbienen schon im März Nahrung.

Später im Frühling sind Vergissmeinnicht (Myosotis L.), die Große Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris grandis) sowie der Frühlingsthymian (Thymus praecox) gern besucht.

Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sollte generell verzichtet werden. Diese schädigen in der Regel nicht nur die „unerwünschten“ Insekten, die für das biologische Gleichgewicht der Natur ebenfalls unverzichtbar sind, sondern auch viele Schmetterlingsarten.

 

BUND-Tipp: Wildtiere zum eigenen Schutz nicht füttern

Begegnungen zwischen Menschen und Wildtieren wie Füchsen, Waschbären, Nilgänsen, Nutrias oder Wildschweinen nehmen gerade im Siedlungsbereich zu.

Es ist verlockend, den Tieren Futter anzubieten, um sie besser beobachten oder fotografieren zu können. Außerdem wollen viele Menschen den Tieren im Winter durch Füttern helfen.

Zum Wohle der Wildtiere ist das jedoch nicht:

Die Scheu vor Menschen nimmt ab und speziell Wildschweine und Waschbären werden schnell zum Problemfall, wenn sie Menschen zu nahe kommen oder Waschbären in die Dachböden eindringen.

Durch Speisereste können Wildschweine sich mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren und zur Verbreitung der Krankheit beitragen.

Das Füttern von Nilgänsen und anderen Wasservögeln mit Brot ist ebenso weit verbreitet wie schädlich: Das Brot enthält für Vögel zu viel Salz und quillt im Magen auf.


Da das angebotene Futter in den meisten Fällen nicht artgerecht ist, ist die Wildtierfütterung für Spaziergänger*innen im Wald generell untersagt und wird je nach Bundesland als Ordnungswidrigkeit nach dem jeweiligen Landesjagdgesetz mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft.

 

 

BUND-Tipp: Vogelhäuschen oder Winterquartier? Nistkästen vor der Reinigung auf Nachmieter untersuchen

Bevor Naturfreunde die jährliche Reinigung ihrer Vogel-Nistkästen und Futterhäuschen in Angriff nehmen, lohnt sich ein Blick in den Innenraum: In der kalten Jahreszeit werden die „Räumlichkeiten“ samt alter Nester nämlich gerne von Gartenschläfern und ihren Verwandten zur Überwinterung genutzt. Bevor man das Nistmaterial entsorgt, ist es deshalb wichtig zu prüfen, ob der Kasten von Gartenschläfern oder Co. belegt ist.

Dabei sollte man sehr behutsam vorgehen, denn Schlafmäuse wie der Gartenschläfer reduzieren ihre Körpertemperatur im Winterschlaf auf etwa zwei Grad Celsius. Werden sie gestört, erhöhen sie ihre Körpertemperatur aktiv und verbrauchen dabei wertvolle Energie, die sie eigentlich noch bis zum Frühjahr brauchen. Der BUND empfiehlt, die Nistkästen dann wieder vorsichtig zu schließen und die Winterschläfer nicht umzusetzen.

Wie erkennt man einen bewohnten Nistkasten? Ist der Innenraum mit Moos, Blättern oder Gräsern gut gefüllt, – besser gesagt damit „vollgestopft“, – ist die Wahrscheinlichkeit groß, einen Winterschläfer vorzufinden. Ab April wachen die Winterschläfer auf und räumen das Feld. Dann können Naturfreund*innen die Nistkästen und Futterhäuschen wie empfohlen reinigen. Doch auch im Frühjahr ist Vorsicht beim Öffnen der Nistkästen geboten, denn manche Vogelarten – wie die Meisen – fangen im April bereits mit dem Nestbau an.

Kontakt:

Susanne Schneider, Projektmanagerin Spurensuche Gartenschläfer | Telefon: 069 677376-16

 

BUND-Tipp: Richtig lüften im Winter

Auch während der Heizperiode ist regelmäßiges Lüften unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Daher sollte man mehrmals täglich die Fenster ganz öffnen und fünf Minuten kräftig durchlüften. „Dauerhaft gekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch im Winter drastisch.

Das ist weder für den eigenen Geldbeutel noch die Umwelt von Vorteil. Denn die Energieerzeugung ist für einen Großteil der Treibhausgase in Deutschland verantwortlich“, kommentiert Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND Landesverbands Hessen.

Wenn Heizkörper durch Möbel und Vorhänge abgedeckt oder zugestellt sind, kann sich die erwärmte Luft zudem schlecht im Raum verteilen. Zusätzlich können nachts  durch Schließen der Rollläden die Wärmeverluste um etwa 20 Prozent verringert werden.

 

 

BUND-Tipp: Kassenbons NICHT ins Altpapier sondern in den Restmüll

Papier gehört in den Papiermüll, das weiß jeder. Aber gilt das für alle Papiersorten? Nein. Gerade wegen der bevorstehenden Kassenbon-Pflicht, die ab 2020 in Kraft tritt, ist folgender Hinweis besonders wichtig: Kassenzettel gehören in den Restmüll!

Quittungen werden üblicherweise auf spezielles Thermopapier gedruckt, das mit gesundheitsschädlichen Farbentwicklern wie Bisphenol A (BPA) beschichtet ist, weshalb sie nicht im Altpapier entsorgt werden dürfen. Durch das Recyceln von Altpapier können diese Chemikalien in unsere Pizzakartons, Hygienepapiere und über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Die Schadstoffe wirken im Körper wie Hormone und werden über die Haut aufgenommen. Durch die Kassenbon-Pflicht wird dieses Gesundheitsrisiko erhöht.

Ab 2020 ist zwar der Einsatz des nach der EU-Chemikalienverordnung REACH als „besonders besorgniserregend“ eingestuften Stoffes BPA verboten, die Verwendung anderer Bisphenol, wie Bisphenol S (BPS), jedoch nicht. Studien zufolge ist BPS genauso schädlich wie BPA.

 

Mobilitäts-Quiz: Hätten Sie es gewusst? Lösungen weiter unten

Lösungen zum Mobilitäts-Quiz: 1c, 2c, 3b, 4b, 5b, 6b, 7c, 8b, 9b,10a

Klima-Demonstration in Bad Homburg 20.09.2019

Spannend vom ersten bis zum letzten Event!

Information und Austausch, Lern- und Mitmachevents für Erwachsene und Kinder, "alt Eingesessene" und "Eingeplackte" - und alles zugeschnitten auf unsere Region.

Die Stadt Friedrichsdorf im Taunus und der BUND Ortsverband Friedrichsdorf laden zu einem gemeinsamen Programm ein.

Hier ein Auszug von der ausgesprochen aktuellen und farbigen Themen zum Vormerken im Terminkalender.

Die detaillierte Aufstellung mit Ort und Zeit wird in den nächsten Tagen von der Stadt Friedrichsdorf unter https://www.friedrichsdorf.de/ veröffentlicht.

 

Datum

Tagesthema

Inhalt

Fr 13.09.2019

14-18 Uhr

19 Uhr

 

Abfall:

Plastikverpackung

Mikroplastik

Müllvermeidung

 

Mitmachaktionen der BUNDJugend Usinger Becken im Taunus-Carré u.a.zur Nutzung der Apps ToxFox und CodeCheck

Eine Familie im Selbstversuch der Abfallvermeidung

Sa 14.09.

19 Uhr

 

Biodiversität

Boden

 

 

Vorträge und Diskussion von Dr. Herbert Nickel: Landschaftspflege als Schlüsselfaktor für die Biodiversität

Sowie Dr. Maren Heincke, Der Umgang mit dem Boden

Dazu die Ausstellung „Irrweg Pestizide“

Mo 16.09.

 

Ab 18:30 Uhr

Schutz der Meere

 

 

 

18:30 Uhr, Film von Claudia und Hendrick Schmidt über bedrohte Ozeanwelten, Vorschau unter https://thejetlagged.com/

Dazu ein Vortrag von Wolfgang Pfaff-Simoneit: Vermüllung der Meere

 

Di 17.09.

19 Uhr

Wald im Klimawandel

 

 

Vortrag  von Prof.Dr. H. Rump: Dendrochronologie, (Jahresringforschung)

Musikalische Begleitung Christoph Ullrich

Nachmittags wird eine Waldführung zur Forstwirtschaft im Klimawandel angeboten

Mi 18.09.

abends

Energie und Klimaschutz

 

Ausstellung: „Erneuerbare Energie in F.dorf, Energiesparen im Altbau und „Flechtwand“

Nachmittags gibt es ein spezielles Kinderprogramm für Kids Ü6 in der Stadtbücherei

Do 19.09.

 

 

Friedrichsdorf im Klimawandel

Fachseminar „Auswirkungen des Klimawandels auf die Stadtplanung“: Anpassung an den Klimawandel mit Fachleuten der Stadtplanung

Fr. 20.9.

 

Große Multimedia-Veranstaltung

Große Multimedia-Veranstaltung mit Mario Goldstein über das Grüne Band und 30 Jahre Mauerfall
https://www.mario-goldstein.de/de/

Sa 21.09.

Wasser

Mitmachaktion: Bachreinigung des Köpperner Erlenbachs, danach Besichtigung des Köpperner Wasserwerks

Wasserversuche für Grundschulkinder und Wasserphänomene mit Gefion Brunnemann

Tag der offenen Tür in der Kläranlage
Vortrag + Ausstellung zu Micro-Plastik

So. 22.09.

 

Mobilität und

Fridays for Future

 

Umweltmesse mit E-Bikes und Lastenrädern zum Probefahren, Carsharing, Fahrradcodierung, Infoständen zu Rad-Schnellwegen etc.

Kindertheater und Musik.

Talk Runde von Schülern der Initiative Fridays for Future mit der hessischen Umweltministerin Priska Hinz

 

 

 

Hautpilz bedroht Feuersalamander-Bestände

Nachdem in den Niederlanden und in Belgien der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans – kurz Bsal - festgestellt wurde, wurden in 2015 im Raum Eifel-Ardennen Nachweise Pilzes gefunden. Mittlerweile gibt es auch in Essen Nachweise für Bsal. Von diesem Pilz befallene Feuersalamander sterben. Es gibt bisher keine Heilung. Es gibt Hinweise, dass auch Kammmolche befallen sind.

 

Amphibienexperten befürchten ein Massensterben, da sich der Pilz von West nach Ost kontinuierlich ausbreitet. Es gibt bereits ein Arche-Noah-Konzept mit nicht infizierten Tieren in Gefangenschaftshaltung.

Die Experten sind sich ziemlich sicher, dass der Pilz mit Molchen aus Asien eingeschleppt wurde. Asiatische Molche sind resistent gegen diesen Pilz.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e.V. (AGAR) und die Universität Gießen haben ein Feuersalamander-Meldenetz installiert, was der Ausbreitung Einhalt gebieten soll https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/feuersalamander.html.

Bitte helft:

1.       Ihr habt einen Gartenteich mit Molchen und einen Garten, in dem sich Feuersalamander aufhalten: Lasst die Tiere überprüfen und gegebenenfalls behandeln. Auf keinen Fall dürfen Tiere aus dem Garten in die freie Natur entweichen.

2.       Terrarianer und Aquarianer dürfen weder Wasser, Pflanzen oder Tiere in der freien Natur entsorgen. Aus Asien eingeführte Tiere können den Pilz an oder in sich tragen, ohne selbst zu erkranken. Gesunde Tiere können auch bereits in der Tierhandlung infiziert worden sein.

3.       Ihr seht bei Euren Spaziergängen lebende Feuersalamander: Bitte fotografiert die Tiere und schickt das Bild mit Fundortangabe an Naturschutz@hlnug-hessen.de.

4.       Ihr findet einen toten Feuersalamander (nicht vom Auto überfahren): Bitte friert diesen so schnell wie möglich ein – zuhause, beim örtlichen Tierarzt oder einer sonstigen Stelle – und informiert ebenfalls HLNUG. Ganz wichtig: Spaziergang sofort abbrechen und die mit dem Feuersalamander in Berührung gekommene Kleidung – vor allem Schuhe – desinfizieren. Für die Schuhe gibt es die Möglichkeit, diese nach gründlicher Reinigung in eine 70%ige Alkohollösung zu stellen.

5.       Ganz wichtig für Amphibienretter: Nicht mit derselben Kleidung an verschiedenen Einsatzorten tätig sein. Vor dem Ortswechsel – auch wenn kein Feuersalamander gesichtet wurde – ist immer ein Kleidungswechsel nötig. Falls ein Feuersalamander „gerettet“ wurde, müssen alle Dinge, die mit ihm in Berührung gekommen sind, desinfiziert oder vernichtet werden (Eimer, Handschuhe etc.). Es empfiehlt sich daher, auf den Touren immer ein zweites Paar Einmalhandschuhe und einen kleinen zweiten Behälter mitzunehmen.

6.       Bitte erzählt es weiter. Noch ist der Pilz nicht in Hessen angekommen. Die bisher gemachten Nachweise zeigen aber, dass es bei unbesorgtem Umgang mit dem Pilz nur eine Frage der Zeit ist.

Der Pilz ist nun eine weitere Bedrohung der sowie schon als gefährdet eingestuften Amphibien https://www.bund.net/tiere-pflanzen/tiere/amphibien/bedrohung-schutz/.

Artenvielfalt – Ihr Wert für unsere Region

Am 14. November 2018 fand eine Veranstaltung statt, zu dem Thema "Naturnahes öffentliches Grün - artenreich und vielfältig - wie geht das?".

Die Zeitungsartikel schildern, wie es war. (Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern).

Bericht- nachmittag : zum Vergrößern klicken
Bericht- abend(1) : zum Vergrößern klicken
Bericht - abend (2) : zum Vergrößern klicken

Insektensterben im Taunus

Insekten sind für die Menschheit von existenzieller Bedeutung – doch es geht ihnen schlecht. Auch im Taunus hat sich die Zahl der vielen kleinen Nutztiere stark reduziert. Damit sich die Lage der Insekten bessert, sind Landwirte, Stadtplaner und Verbraucher gefordert. Aber auch im Vorgarten kann wertvolle Lebenshilfe geleistet werden. Lesen Sie den Bericht in der Frankfurter Neue Presse.

2015 Dr.Lenz Erhebungen von 2007 Mit freundlicher Genehmigung

Pressemitteilung zur gravierenden Altlast in Oberursel  hier...

 

Zu den Originaldaten des neuen Gutachtens zu Oberursels Grundwasser-Kontamination geht es hier...

DANKE DASS IHR DABEI WART!

Es war eine tolle Demo! Wir lassen nicht nach!

Erste Bilder aus Frankfurt gibt es hier

Eigene Bilder auch hier...

Kurzer Film hier...

 

Das war die Einladung:

Der BUND lädt gemeinsam mit einer Vielzahl an Organisationen zur Großdemonstration am 17. September um 12 Uhr Opernplatz Frankfurt am Main ein.

Machen Sie mit!

Hier gibt es die Infos!

20.7.2016 Bienen und Fledermäuse leiden unter Gift

Bienenfreundliche Kommune
Pestizide schädigen Fledermäuse

Der Bundesverband hat zwei Broschüren veröffentlicht, die wir gerne kostenlos zum download anbieten. Weiter hier...

11. April 2016 BUND startet Schwalbenschutz-Projekt im Hochtaunuskreis

Mehlschwalben und Mauersegler haben es heutzutage schwer, in versiegelten Landschaften geeignete Jagdreviere und Brutmöglichkeiten zu finden. Wir vom BUND möchten dies ändern! Machen Sie mit!

Nähere Informationen finden Sie hier...

5 Jahre Fukushima und 30 Jahre Tschernobyl

Vor 30 Jahren — am 26. April 1986 — zerstörten zwei Explosionen Dach und Kern von Reaktor im Atomkraftwerk Tschernobyl

Atommüll — Strahlendes Erbe: Beim Betrieb von Atomkraftwerken entsteht täglich hochgiftiger, radioaktiver Abfall der etwa eine Million Jahre sicher verwahrt werden muss. Tatsächlich ist noch kein einziges Gramm davon schadlos „entsorgt". 


Ca 30 Teilnehmer erliefen am 23 März 300 Euro zugunsten des Vereins Heim-statt Tschernobyl.  Nach dem Benefiz-Konzert mit dem Flötenensemble Syrinx aus Minsk am 4. April im evangelischen Gemeindehaus Neu-Anspach werden die gesammelten Spenden an Edeltraud Schill vom Verein Heim-statt Tschernobyl übergeben.

Anlässlich der Mahnwache 5 Jahre Fukushima am 11. März erklärten sich drei japanische Staatsbürger, die den Kongress "Auf der Straße und vor Gericht — Recht und Religion gegen atomare Risiken" in Schmitten Arnoldshain besucht hatten, spontan dazu bereit bei der Mahnwache in Bad Homburg ihre Erfahrungen zu schildern. In bewegenden Worten die simultan übersetzt wurden, schilderte einer der Hauptkläger gegen die Firma Tepco das ungeheuerliche Vorgehen der japanischen Regierung. Die Grenzwerte in der Region Fukushima werden mancherorts nach oben korrigiert so dass Familien mit Kindern gezwungen werden können, wieder in ihre Häuser zuruck zu kehren. Er bedankte sich bei den Deutschen für die große Solidarität, für den Atomausstieg und die Energiewende und meinte "Das ist wahre Demokratie".

BUND bringt Steinkauzröhren an.

Im Rahmen des Steinkauzprojektes im Hochtaunuskreis wurden am vergangenen Mitwoch, den 30.März von BUND-Aktiven Steinkauzröhren im Kirdorfer Feld angebracht. Es mußten dafür Bäume mit starken, möglichst waagerechten Ästen ausgewählt werden. Es wurden zwei passende Eichen und eine Süßkirsche gefunden.

Steinkäuze sind recht kleine Eulen, die gerne in offenen Kulturlandschaften vorkommen und natürlicherweise in Baumhöhlen nisten, wo sie zwei bis drei matt weiße Eier legen. Da Baumhöhlen recht selten geworden sind, sollen die Niströhren die Steinkauzpopulation fördern. Eigentlich müssten die kleinen Käuze, die sich im Wesentlichen von großen Insekten ernähren, in ganz Deutschland vorkommen. Sie befinden sich leider vielerorts auf dem Rückzug.

Der BUND Kreisverband Hochtaunus fördert im gesamten Kreisgebiet die Steinkäuze und ihre Habitate. Wer glaubt, dass er ein geeignetes Gelände hat und Steinkauzröhren anbringen möchte, kann sich gern melden. Wir stellen Röhren kostenlos zur Verfügung und beraten über die Anbringung.

Handys. leere Toner-Kartuschen und Tinten-Patronen umweltgerecht entsorgen

Rund 70 Millionen Bundesbürger nutzen inzwischen Mobiltelefone, Tendenz weiter steigend. Die sich rasant entwickelnde Technik einerseits und Millionen Billiggeräte andererseits bewirken bei Handys die geringe Gebrauchsdauer von durchschnittlich unter einem Jahr.

Der Wunsch der Telefonkunden, stets auf dem neuesten High-Tech-Stand zu sein, lässt das Aufkommen an Elektronikschrott auch in diesem Bereich stetig anwachsen.

Alte Handys gehören aber nicht in den Hausmüll. Die Geräte bestehen aus einem hochgiftigen Cocktail aus Schwermetallen und Chemikalien. Bei der Verbrennung mit dem Hausmüll oder nach Ablagerung werden diese freigesetzt. Toxische Substanzen wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen gefährden dann Menschen und Umwelt.

Wohin mit den leeren Toner-Kartuschen oder Tinten-Patronen? Diese können teilweise wiederbefüllt  oder ebenfalls recycelt werden.

Wer ein altes Handy oder leere Toner-Kartuschen sowie Tinten-Patronen umweltgerecht entsorgen will, kann diese in der BUND Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße 27 in Neu-Anspach abgeben.

 

 

„Die Wende - Energie in Bürgerhand!“

Die Energiewende kommt voran. Das ist das Verdienst von Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die sich hierfür seit Jahrzehnten engagieren. Mehr als die Hälfte der Anlagen für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren gehört ihnen! Bei der Bürger-Energiewende stehen die Menschen im Mittelpunkt, nicht die Profite der Großkonzerne. Die Politik der Bundesregierung (Stichwort „Strompreisbremse“ und „Reform“ des EEG) droht die Energiewende abzuwürgen.

"Energie in Bürgerhand!" ist deshalb die zentrale Forderung der Kampagne. Erheben Sie zusammen mit vielen anderen EnergiebürgernInnen Ihre Stimme: “Wir sind die Energiewende!” Mischen Sie sich in die Energiepolitik ein. Die Kampagne wird Ihre Stimme zur Bundestagswahl nach Berlin tragen.

Die Kampagne wird getragen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), der GLS-Bank-Stiftung, dem Netzwerk Energiewende Jetzt, der Bürgerenergie Berlin eG i.G., der 100 prozent erneuerbar stiftung und der Haleakala-Stiftung. www.die-buergerenergiewende.de

Machen Sie mit!

1. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Energiewende-Charta. Die Kampagne wird alle Unterschriften vor der Bundestagswahl an die SpitzenkandidatInnen der Parteien übergeben. Energiewende-Charta unterschreiben.

2. Zeigen Sie sich alsEnergiebürgerIn und beschreiben Sie, was Ihr Beitrag zur Energiewende ist – z.B. Ihr Ökostromvertrag, Ihre Initiative vor Ort oder auch eigene Aktionen. Die Kampagne macht die vielen EnergiebürgerInnen sichtbar und wird sie mit einer Abschlussaktion im Oktober der neuen Bundesregierung präsentieren. Aktion vor Ort organisieren.

3. Die Kampagne unterstützt Sie mit kostenlosen Aktionsmaterialien, Leitfäden und Vorlagen, Informations-) und Aktionsmaterial bestellen.

Stoppt Fracking in Hessen und anderswo!

Der hessische Landesverband des BUND startet eine Online-Kampagne gegen das „Erdgas-Fracking“ in Nordhessen und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, seinen Aufruf an die Politiker zu unterstützen, das Fracking in Hessen und anderswo zu stoppen.

Rudolf Schäfer, BUND-Vorstandssprecher: „Die Bürgerinnen und Bürger in Nordhessen lehnen das Fracking wegen der unkalkulierbaren Risiken für Menschen und Umwelt ab. Mit unserer online-Kampagne bieten wir betroffenen Anwohnern die Möglichkeit, ihren Protest kund zu tun.“

Unterzeichnen Sie unseren Aufruf an die Politiker in Hessen, das Fracking in Hessen und anderswo zu stoppen. Mehr...

Klinik Hohe Mark in Oberursel bekommt das BUND-Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus"

Mit dem Gütesiegel Energiesparendes Krankenhaus, ein Projekt des BUND Berlin, werden bundesweit Krankenhäuser ausgezeichnet, die in großem Umfang Energie einsparen und ihren Kohlendioxidausstoß verringern. Das Gütesiegel geht an Krankenhäuser, die sich in besonderer Weise für Energieeffizienz und Klimaschutz im Hause engagieren und mindestens zwei von vier Kriterien erfüllen.

Die Klinik Hohe Mark ist das erste hessische Krankenhaus, das diese Auszeichnung bekommt.

Wildkatzenerlebnispfad am Winterstein

Im Hochtaunus gibt es einen spannenden Erlebnispfad rund um die Wildkatze und ihren Lebensraum Wald.

Wie echte Forscher die versteckten Tiere in den Baumkronen entdecken, leise wie eine Wildkatze über den Barfußpfad schleichen oder an der sprechenden Bushaltestelle dem wilden Gespräch zwischen Wildkatze, Baummarder und Co. lauschen – Es gibt viel zu erleben auf dem WILDKATZEN-Walderlebnis.

Der Erlebnispfad führt die Besucher auf sieben Kilometern durch den abwechslungsreichen Wald am Winterstein. An zehn Stationen tauchen sie ein in die Welt der heimlichen Waldbewohnerin. Dabei werden viele Fragen beantwortet: Ist die Wildkatze eine weggelaufene Hauskatze? In welchen Wäldern hier in Hessen geht sie auf Mäusejagd? Warum sind Straßen für die Wildkatze und andere Waldbewohner gefährlich und wie können grüne Korridore helfen?  mehr

Der Hochtaunus von Friedrichsdorf aus gesehen...


Leiterin: Cordula Nentwig

Cordula Nentwig, Geschäftsstellenleiterin

 

Bahnhofstraße 27
61267 Neu-Anspach

Dienstags     14 17 Uhr
Donnerstags 15 18 Uhr

Tel:  06081 98 57 800
Fax: 06081 98 57 801

E-Mail: 
geschaeftsstelle@bund-hochtaunus.de
bund.hochtaunus@bund.net

BUNDJugend-Gruppen in Kronberg und im Usinger Becken

Im letzten Jahr haben sich zwei neue BUNDjugend-Gruppen im Hochtaunuskreis gegründet.

Die BUNDjugend (Jugend im BUND für Umwelt und Naturschutz e.V.) ist der unabhängige Jugendverband des BUND. In Hessen hat die BUNDjugend zurzeit etwa 6.200 Mitglieder. In der BUNDjugend kann man bis zum Alter von 27 Mitglied sein.

Eine BUNDjugend gibt es in Kronberg. Ansprechpartnerin ist Malin Goslar: malin.goslar@bundjugend.de.

Die zweite Gruppe gibt es im Usinger Becken. Kontakt über Cordula Nentwig in der Geschäftsstelle Neu-Anspach: bund.hochtaunus@bund.net.

 

 

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