BUND-Expertendienst: Umwelt- und Naturschutzarbeit in Corona-Zeiten / Interviewpartner*innen beim BUND

Berlin. Die Ausbreitung des Coronavirus und die Gegenmaßnahmen stehen derzeit zu Recht im Fokus der Öffentlichkeit. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen ­­­– gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Für den BUND gilt: Menschen müssen sozial abgesichert, neue Arbeitsplätze geschaffen und Wege in eine klimafreundliche, nachhaltige und gerechte Zukunft geebnet werden.

Unsere Expertinnen und Experten auf den Gebieten Wirtschaft und Handel, Klima, Nachhaltigkeit und Suffizienz, Ressourcen, Lebensmittel und Agrarpolitik, Gentechnik, Biodiversität sowie Energie, Stadtnatur oder Verkehr stehen auch in der aktuellen Situation für Interviews, Nachfragen und Tipps zu Verfügung. 

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender, zur allgemeinen Lage: „Die Welt steht am Scheideweg. Die Corona-Krise zeigt, wie verletzlich wir Menschen und wie verletzlich unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme sind. Es ist deshalb gut, dass die Bundesregierung in dieser für uns alle herausfordernden Situation Geld in die Hand nimmt, um Menschen und Unternehmen in der Not schnell zu helfen. Damit die Menschen, die Unternehmen, unsere Wirtschaft auch nach der Corona-Krise und langfristig gut aufgestellt sind, braucht Deutschland einen Green Deal: für Gerechtigkeit, Arbeit und Umwelt. Menschen absichern, nachhaltige Arbeitsplätze schaffen, eine klimafreundliche Zukunft mit starken regionalen Kreisläufen aufbauen. Das muss jetzt der Grundsatz sein, um unsere Wirtschaft aus der Krise zu führen. Parteipolitisch motivierte Blockaden, wie sie jetzt in Äußerungen zum Ausbau der Windkraft oder beim Solardeckel aufscheinen, haben hier nichts verloren.”

 Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND: „Wir stellen uns der heutigen Situation mit einschneidenden und schnellen Maßnahmen, weil Untätigkeit unmittelbar zu schwerwiegenden Folgen führen würde. Die Klimakrise, das Artensterben und der anhaltend verantwortungslose Umgang mit Natur und Umwelt sind langfristig eine ebenso große Bedrohung für uns. Auch diese Krisen müssen mutig und entschlossen angepackt werden. Ein Weiter so darf es nach der Krise nicht geben.“

 Wirtschaft | Handel | Finanzen

 Globalisierung anders denken, Regionalität, Lieferketten, grünes Wirtschaftswachstum:

 „Wir brauchen jetzt ein weitsichtiges Konjunkturprogramm, das akutes Krisenmanagement mit Investitionen in die sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft verbindet. Es dürfen keine Milliardensummen an große Unternehmen fließen, ohne Bedingungen zum Klimaschutz zu stellen. Die Krise zeigt außerdem, dass unsere Art zu wirtschaften wenig resilient gegenüber externen Schocks ist, perspektivisch sollte die Politik deshalb die Krise nutzen, um den Umbau zu einer regionaleren sowie klima- und umweltfreundlichen Wirtschaftsweise voranzutreiben“, sagt Lia Polotzek, BUND-Expertin für Handel und Finanzen.
Pressekontakt Wirtschaft und Handel: Lia Polotzek, BUND-Expertin für Wirtschaft- und Handelspolitik, Mobil: 0175-5729961, E-Mail: Lia.Polotzek@bund.net

 Nachhaltige Finanzen für Europa:

„Gerade in der Krise zeigt sich, wie wichtig europaweite Kooperation ist. ‚Nochmal schnell ins Grüne‘ funktioniert auch dank EU-Geldern für regionale Entwicklung, Umwelt- und Naturschutz. Der Erfolg der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr wird sich entsprechend auch an ihrem Einsatz für eine ökologisch nachhaltige, krisenfeste europäische Wirtschaft messen. Krisenfest bedeutet auch, die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Klima- und Umweltkrise bereitzustellen und sich für ein nachhaltiges Europa einzusetzen.“
Pressekontakt Nachhaltiges Europa: Toni Rumpf, BUND-Experte für nachhaltige EU-Förderpolitik, E-Mail: Toni.Rumpf@bund.net

 

 

Mehrwegsysteme auch in Krisenzeiten stärken

Plastikatlas 2019 von BUND und Heinrich-Böll-Stiftung

Berlin. Gehortetes Leergut, fehlendes Altpapier und eine teils eingeschränkte Müllabfuhr: Die Corona-Krise bringt auch die Wertstoffkreisläufe in Deutschland durcheinander. Weil viele Haushalte Getränkevorräte anlegen und mancherorts Wertstoffhöfe geschlossen wurden, klagen Getränkehersteller und Papierindustrie derzeit über einen Mangel an Mehrwegflaschen und Altpapier. Doch auch in Krisenzeiten müssen unsere Stoffkreisläufe am Leben erhalten werden. Regionale Mehrwegsysteme stellen grundsätzlich die nachhaltigste Form der Verpackung dar.

„Damit Mehrwegsysteme und Recycling funktionieren, ist es wichtig, dass wir keine Getränke horten, Pfandgut wieder in die Märkte bringen und Altpapier zurückgeben“, sagt Benedikt Jacobs, Experte für Ressourcenpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). 

Schleppende Rückläufe dürfen von Unternehmen nicht genutzt werden, noch stärker auf Einweggebinde zu setzen. Vielmehr muss die negative Entwicklung hin zu immer mehr Einwegflaschen, die in der Vergangenheit bei Firmen wie Coca-Cola und Nestlé oder den großen Discounterketten wie Lidl und Aldi zu erkennen war, gestoppt und umgekehrt werden.

Jacobs: „Einwegprodukte sind in Zeiten von Plastikkrise, Klimakrise und der Übernutzung unserer natürlichen Ressourcen der falsche Ansatz. Mehrwegsysteme müssen in allen Produktbereichen gestärkt werden: etwa durch eine verbindliche und konsequent umgesetzte Mehrwegqoute, eine Abgabe für Unternehmen, die weiterhin auf Einwegverpackungen setzen, und ein Recycling in Deutschland statt Müllexporten ins Ausland. Das trägt zu einer nachhaltigeren und ökologischeren Wirtschaft bei.“ 

Der weltweit steigende Ressourcenverbrauch ist neben der Klimakrise sowie dem Verlust von Arten und Lebensräumen eine weitere große Bedrohung. Um den Verbrauch auf ein nachhaltiges Maß zu reduzieren, müssen wir Produktions- und Konsummuster tiefgreifend ändern. 

Jacobs: „Die aktuelle Krise unterstreicht die Notwendigkeit neuer regulatorischer Ansätze und übergreifender Strategien. Ohne systemische Antworten werden wir die globalen Herausforderungen nicht lösen, wie das Beispiel des Mehrwegsystems zeigt.“ 

Das gilt insbesondere für das Problem des Verpackungsmülls. Mehrweg ist hier die Antwort. Das Mehrwegsystem ist dann besonders nachhaltig, wenn es lokal und ohne weite Transportwege organisiert ist. Dafür braucht es bundesweit genormte Einheitsgebinde, also einheitliche Flaschen, Gläser und andere Verpackungen sowie regionale Abfüllstationen. 

Jacobs: „Davon sind wir momentan leider noch weit entfernt. Um nur ein Negativ-Beispiel zu nennen: Unterschiedliche Flaschenformen mit individuellen Prägungen im Biersektor konterkarieren Einheitlichkeit und damit die regionale Kreislaufführung. Bis es einheitliche Systeme gibt, sind bewusste Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, Einwegprodukte und Verpackungen möglichst zu vermeiden und gerade im Getränkesektor auf ressourcenschonende Alternativen wie Leitungswasser zurückzugreifen.“

Kontakt: Benedikt Jacobs, BUND-Experte für Ressourcenpolitik, Tel.: 0176-43646286, E-Mail: Benedikt.jacobs@bund.net

BUND-Pressestelle:
Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorranging mobil:
Sigrid Wolff: 0162-96 11 946
Daniel Jahn: 0170-160 66 58
Judith Freund: 0176-476 841 64
Heye Jensen: 01590-633 23 72

Hinweis: Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus ergreift auch der Bund BUND alle notwenigen Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Mitarbeiter*innen verstärkt im Home-Office und nutzen Telefonkonferenzen und digitale Medien für die Kommunikation. Wir alle tragen Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Virus. Gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns stets auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Trotz Corona-Krise ist es daher wichtig, dieses Engagement unter Berücksichtigung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen fortzusetzen. Auch die Klimakrise und das Artensterben sind weltweite Krisen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Umwelt- und Naturschutz betreffen uns alle unmittelbar. 

Gartenschläfer werden munter – Naturschutz und Forschung starten Spurensuche 2020. Machen Sie mit!

Torsten Prodöhl www.fokus-natur.de

Frankfurt am Main. Wenn die Gartenschläfer in diesen Wochen ihren Winterschlaf beenden, stehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wieder bereit: Seit 2019 erforschen sie, warum die kleine Schlafmaus mit der typischen „Zorro-Maske“ vielerorts in Deutschland und Europa in dramatisch kurzer Zeit verschwunden ist. Ihr Ziel: Den Gartenschläfer als heimische Tierart in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Gefördert wird das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Erste Geheimnisse konnten die Naturschützer*innen und Forscher*innen mit ihrer Spurensuche bereits lüften. Allein in Hessen sind bereits 453 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die während des Winterschlafs der Tiere ausgewertet wurden. Die regionalen Unterschiede fielen besonders auf: „Während wir aus Wiesbaden, dem Main-Taunus-Kreis und dem Kreis Groß-Gerau sehr viele Hinweise bekamen, erreichten uns aus Mittelhessen, der Bergstraße und dem Odenwald so gut wie keine Meldungen“, erklärt Susanne Schneider, Projektkoordinatorin beim BUND Hessen. „Dass die Unterschiede so deutlich sind, beunruhigt uns. Denn es scheint, dass der Gartenschläfer in vielen seiner ursprünglichen Verbreitungsgebiete verschwunden ist.“

Auch in diesem Jahr soll deshalb weiter geforscht und die „weißen Flecken“ auf der Verbreitungskarte geschlossen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de, gerne mit Foto oder Audioaufnahme. Denn nicht nur die Gesichtszeichnung mit den dunklen Ringen um die Augen ist beim Gartenschläfer unverkennbar, sondern auch seine Stimme – nachzuhören auf www.gartenschlaefer.de/geraeusche.

Obwohl der Gartenschläfer eine heimische Tierart ist, gibt es zu ihm und dem dramatischen Rückgang seiner Bestände noch viele offene Fragen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? Und vieles mehr. „Da wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept entwickeln und umsetzen“, so Schneider. „Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.“

 

Weitere Informationen:

sowie

 Kontakt:

BUND Hessen: Susanne Schneider, Managerin Naturschutzprojekte, Tel.: 069 - 677 376 16, E-Mail: susanne.schneider@bund-hessen.de

 

Samenbomben basteln - ein guter Tipp für die Natur?

 

Samenbomben basteln –ein guter Tipp für die Natur?

 

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die gesetzlichen Grundlagen zum Ausbringen von Saatgut und Pflanzen im öffentlichen Raum hinweisen.

 

In Zeiten von Corona gibt es viele Tipps, was Kinder jetzt machen können. Dazu gehört auch das Basteln von Samenbomben. Dieser prinzipiell gute Tipp hat aber ein paar Haken.

 

Zum Einem ist das BNatschG (siehe unten) zu beachten und zum Zweiten könnte es auch zu Frustrationen kommen, weil die Samen nicht angehen, da nicht die richtigen Bedingungen vorliegen. Meist brauchen die Samen einen ganz bestimmten Boden und kommen nicht mit jeder Fläche klar und vor allen Dingen benötigen sie in der Keimphase Wasser.

 

Unser Vorschlag: Basteln Sie mit Ihren Kindern Samenbomben mit Regiosaatgut und lassen Sie sich von ortsansässigen Biologen oder Naturschutzverbänden sagen, wo diese am besten platziert werden. Danach gehen Sie ein paar Wochen zum Gießen vorbei. Dann haben die Natur etwas davon und Ihre Kinder können beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln.

 

Samen, die nicht den Vorgaben entsprechen dürfen nur in privaten Gärten ausgebracht werden.

 

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Seit 1. März 2020 ist der neue § 40 (4) des Bundesnaturschutzgesetzes BNatSchG verbindlich in Kraft und beschreibt, welches Saatgut außerhalb von Gärten noch ausgebracht werden darf und welches nicht. Daher möchten wir aus diesem aktuellen Anlass die wichtigsten Fragen zum Ausbringen von Saatgut im öffentlichen Raum beantworten.

 

Was hat es damit auf sich?

In Zeiten von Corona gibt es viele Tipps, was Kinder jetzt machen können. Dazu gehört auch das Basteln von Samenbomben. Dieser prinzipiell gute Tipp hat aber ein paar Haken.

 

Der 1. Haken: wenn konventionelles, gezüchtetes Saatgut bei Begrünungsmaßnahmen in der freien Natur verwendet wird, können dadurch invasive Arten eingeschleppt und heimische verdrängt werden. Die Ergänzung soll also helfen, die biologische Vielfalt sichern.

 

Und zweitens könnte es auch zu Frustrationen kommen, weil die Samen nicht angehen, da nicht die richtigen Bedingungen vorliegen. Meist brauchen die Samen einen ganz bestimmten Boden und kommen nicht mit jeder Fläche klar und vor allen Dingen benötigen sie in der Keimphase Wasser.

 

Basteln Sie mit Ihren Kindern Samenbomben mit Regiosaatgut und lassen Sie sich von ortsansässigen Biologen oder Naturschutzverbänden sagen, wo diese am besten platziert werden. Danach gehen Sie ein paar Wochen zum Gießen vorbei. Dann haben die Natur etwas davon und Ihre Kinder können beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln.

 

Samen, die nicht den Vorgaben entsprechen dürfen nur in privaten Gärten ausgebracht werden.

Hier ein paar detailliertere Informationen:

 

Für welche Flächen gilt die neue Regelung?

Für Ausgleichsflächen von Bebauungsmaßnahmen, aber auch Wald- und Wiesen- und Streuobstwiesenflächen außerhalb des Ortsgebietes. Sie gilt nicht für innerstädtische Parkanlagen, Friedhöfe oder innerörtliches Straßenbegleitgrün, also Verkehrsinseln und Straßen-Randstreifen. Trotzdem ist es natürlich durch Pollen-und Zusammenführung auch hier sinnvoll, heimische Arten zu bevorzugen.

 

Warum in die Novelle/Ergänzung? Das ist doch alles zugelassenes Saatgut!

Ein Großteil der Samen-Importware stammt aus Ländern wie Kanada und Neuseeland, wo es andere Arten von Gräsern, Kräutern, Büschen und Bäumen bzw. andere Pflanzengesellschaften gibt. Die Garantie bezieht sich beispielsweise auf Keimfähigkeit, Lagerfähigkeit oder möglicherweise enthaltene Fremdarten.

Naturraumtreues Regiosaatgut wird in engem räumlichen Bezug zum Ausbringungsort gesammelt bzw. angebaut. Dafür wurde die Bundesrepublik in entsprechende Herkunftsregionen (= Ursprungsgebiete) und Produktionsräume unterteilt.

 

Was passiert, wenn ich mich nicht daran halte?

Seit dem 1. März 2020 wird ein Verstoß als Ordnungswidrigkeit geahndet. In Hessen gibt es dafür allerdings (noch) keine verbindlichen Bußgeld-Beträge, sondern diese liegen im richterlichen Ermessen.

 

Woher bekomme ich nun „gebietseigenes“ Saatgut?

Der Hochtaunuskreis gehört zur Herkunftsregion/Ursprungsgebiet 21 „hessisches Bergland“ und zum Produktionsraum 4 „Westdeutsches Berg- und Hügelland“.

Es gibt 2 Zertifizierungsmodelle für Saatgutmischungen, zum einen das Zertifikat „VWW-Regiosaaten“, dessen Träger der Verband Deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V. ist und zum anderen „RegioZert“, getragen vom Bund Deutscher Pflanzenzüchter e.V.

 

Wo kann ich Preise sehen und Bestellungen tätigen?

Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter zertifizierten und naturraumtreuen Regiosaatgutes, beispielsweise:

https://www.rieger-hofmann.de/alles-ueber-rieger-hofmann.html

http://www.wildsaaten.de/

https://www.natur-im-vww.de/

https://www.saaten-zeller.de/regiozert

https://bsv-saaten.de/fachinformationen/regio-saatgut/

https://regionalisierte-pflanzenproduktion.de/

 

An wen kann ich mich im Zweifelsfall wenden?

Im Ortsverband Schmitten kann Anna Gladis Auskunft geben, Friederike Schulze und Wolfgang Wagner im Ortsverband Usingen-Neu-Anspach sowie Maria Brohm vom Ortsverband Kronberg im Vordertaunus.

 

BUND-Tipp: Ostereier natürlich färben

 

Ob Groß oder Klein – Ostereier selbst einfärben gehört für viele zur Osterzeit dazu. Manche synthetische Färbemittel der sogenannten Azofarbstoffe1 stehen jedoch unter Verdacht, allergieähnliche Reaktionen auszulösen. Keinesfalls sollten die Ostereier mit Filzstiften und Farben bemalt werden, die nicht für Lebensmittel geeignet sind.

Besser ist es, natürliche Farbstoffe zu verwenden:

Auf gereinigten Eierschalen zaubert der gekochte Sud aus Rotkohl, Johanniskraut, Rote Beete, roten Beeren, Kurkuma, Zwiebelschalen, Brennnessel oder Spinat natürlich(e) Pastelltöne in Gelb-, Grün- und Rottönen – ganz ohne Gesundheitsgefahren oder negative Folgen für die Umwelt. Verwendet man zudem den Sud von eingelegtem Gemüse und rotem Obst, erfüllen die Lebensmittel einen zweifachen Zweck.

Die Eier kocht man in dem Sud für rund 10 Minuten. Ein Esslöffel Essig hilft, dass die Schale die Farbe besser aufnimmt. Für ein intensiveres Farbergebnis eignen sich zum einen weiße Eier, zum anderen wird es durch die Dauer des Bads im Sud beeinflusst.

Im Bioladen und manchen Drogerien gibt es außerdem umweltverträgliche Farbstoffe zum Anrühren. Wer dann noch Bio-Eier wählt (Zahlencode 0), kann die natürlich gefärbten Ostereier mit gutem Gewissen genießen.

 

"HABEETAT" im Neu-Anspacher Wald auf der Wildschweinroute

Das Projekt "Erweiterung und Pflege Wildschweinroute Neu-Anspach-Hausen-Arnsbach" hatte bei der Umweltlotterie "genau" gewonnen. Schnell war klar, dass etwas für Insekten getan werden sollte und wir haben uns für eine Klotzbeute für wildlebende Honigbienen entschieden. Und so wurde Kontakt mit den Profis von der "Bienenbotschaft" aufgenommen. Am Freitag, 20. März war es so weit. Nachdem abgeklärt wurde, dass der Termin mit erhöhten Sicherheitsvorschriften wegen der aktuellen Situation stattfinden konnte, rollte der vorgefertigte ausgehöhlte Baumstamm mit einem Kranwagen am Freitagmorgen an. Baumkletterer befestigten den ca. 500 kg schweren Baumabschnitt an einer vom Förster Christoph Wählert ausgesuchten, gesunden Buche. Jetzt hoffen wir, dass das "HABEETAT" bald besiedelt wird. 

 

 

Tag des Wassers: Klimakrise ist Wasserkrise – Trinkwasserversorgung jetzt sichern

„Wasser und Klimawandel“: Anlässlich des Weltwassertags am 22. März fordert der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) insbesondere die südhessischen Wasserversorger zu Investitionen in die Sicherung der Trinkwasserversorgung auf. Nötig sind nach Ansicht des BUND weitere Anstrengungen, um Wasser zu sparen, sowie die Erweiterung der nutzbaren Trinkwassermenge und die weitere Sanierung der Grundwasserkörper im Hessischen Ried.

„Die letzten zwei Jahre zeigen, welche Herausforderungen die Zukunft noch bringen wird“, erläutert der Landesvorsitzende, Jörg Nitsch, die Folgen der Wasserversorgungskapazitäten der beiden vergangenen Jahre, die aufgrund der anhaltenden Dürre bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Im Zuge des Klimawandels ist aber mit noch höheren Temperaturen, einer damit verbundenen höheren Verdunstung sowie einer Verstetigung und Ausweitung sommerlicher Trockenphasen zu rechnen. Wenn, wie prognostiziert, die Bevölkerungszahl in Südhessen weiter ansteigt, können Wassermangelzeiten nur durch weitere Erfolge beim Wassersparen und – deutlich wichtiger – einer Erhöhung der potenziellen Fördermengen vermieden werden.

„Wasser ist unsere wertvollste Ressource, die es zu schützen gilt – vor allem unter dem zunehmendem Wasserbedarf in Zeiten der Klimaerwärmung. Wir müssen verantwortungsbewusst mit dieser Ressource umgehen und die Nutzung radikal umdenken“, so Nitsch.

Wichtig ist für den BUND, dass die weitere Entwicklung nicht zu neuen Umweltschäden, sondern zu einer Sanierung der Altschäden führt. Ziel muss die Reduktion der Wasserimporte aus dem Vogelsberg und anderen mittelhessischen Gewinnungsgebieten sein sowie die immer drängendere Anhebung der Grundwasserstände zum Schutz der Wälder in Südhessen.

 

LDV 2020 verschoben, vorerst keine öffentlichen Veranstaltungen

Der Landesvorstand hat entschieden, die für den 25. April 2020 geplante Landesdelegiertenversammlung in den Herbst zu verschieben. Angedacht sind der 03. oder der 10. Oktober, bitte diese Termine daher ggfs. freihalten.

Außerdem tritt der BUND vorerst nicht als Gastgeber von Veranstaltung auf. 

Auch die Geschäftsstelle in der Neu-Anspacher Bahnhofstraße ist bis auf weiteres geschlossen. Alle Fragen um Umwelt- und Naturschutz können aber weiterhin über geschaeftsstelle@bund-hochtaunus.de platziert werden. Wir rufen zurück.

Ansonsten halten wir Sie elektronisch auf dem Laufenden.
Bleiben Sie gesund und aktiv!

 

 

ABSAGE: Jahresmitgliederversammlung des Kreisverbands HTK am Mittwoch, 18. März 2020 , 19:00 Uhr - 22:30 Uhr

ABSAGE: Die Jahresmitgliederversammlung des Kreisverbands wird wegen Corona abgesagt! Die Entscheidung zur Verschiebung in den Herbst oder Ausfall (Nachholung dann mit der nächsten im Frühjahr 2021) wird im Sommer getroffen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung freut sich der Kreisvorstand, Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen, zu einem Vortrag über das "Waldsterben 2.0" begrüßen zu dürfen. In Zeiten des Klimawandels und immer trockenerer Sommer sind unsere Wälder mehr denn je bedroht. 

Hier nun die vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Vortrag Jörg Nitsch: "Waldsterben 2.0"
  3. Regularien (Begrüßung und Eröffnung, Protokollführung, Anwesenheit, Stimmberechtigung, Beschlussfähigkeit, Tagesordnung)
  4. Berichte zum Geschäftsjahr 2019 (Geschäftsbericht des Vorstandes, Kassenbericht und Jahresabschluss, Kassenprüfung)
  5. Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019
  6. Sachanträge
  7. Wahlen (Kassenprüfer, Delegierte zur Landesdelegiertenversammlung am 25.4.2020)
  8. Ausblick
  9. Verschiedenes/Termine

Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder des Kreisverbandes bzw. der zugehörigen Ortsverbände.

 Ort: Stadthalle Oberursel, im Kolleg (Rathausplatz 2, 61440 Oberursel)

 

 

Pünktlich zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11.3.20 trafen sich am Bad Homburger Waisenhausplatz auf Initiative des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) von 17-19 Uhr trotz Regens etwa 20 Aktive, um an die nun 9 Jahre zurückliegende Kernschmelze in Fukushima und die menschlichen Opfer zu erinnern.

Fukushima ist der Beweis dafür, dass diese Form der Energiegewinnung wegen der Unfallgefahren, aber auch wegen der <s>die</s> ungelösten Entsorgungsfrage keine verantwortliche Lösung die CO2-Reduktion in der Energieversorgung darstellt. Insbesondere die immens hohen Kosten im Vergleich zu erneuerbaren Energien machen sie obsolet.

Es wurden Unterschriften gesammelt gegen die weitere Förderung der Kernenergie:

https://www.ausgestrahlt.de/aktionen/euratom/

Konstruktive Vorschläge, wie die Energiewende in Hessen auch ohne Atomenergie gelingen kann, finden sich in

https://www.bund-hessen.de/klimaschutz-energiewende/

 

Insektenschutz: Der blühende Balkon im Frühling

Mit einem blütenreichen Balkon kann man auch ohne eigenen Garten zum Insektenschutz beitragen. Frühblühende (Wild-) Blumen und Kräuterarten erleichtern Schmetterlingen, Wildbienen und vielen anderen Insekten die Futtersuche, sobald die ersten warmen Tage kommen.

Frühblüher wie u. a. die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides), Schneeheide (Erica carnea) und Krokusse (Crocus) bieten Wildbienen schon im März Nahrung.

Später im Frühling sind Vergissmeinnicht (Myosotis L.), die Große Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris grandis) sowie der Frühlingsthymian (Thymus praecox) gern besucht.

Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sollte generell verzichtet werden. Diese schädigen in der Regel nicht nur die „unerwünschten“ Insekten, die für das biologische Gleichgewicht der Natur ebenfalls unverzichtbar sind, sondern auch viele Schmetterlingsarten.

 

BUND-Tipp: Wildtiere zum eigenen Schutz nicht füttern

Begegnungen zwischen Menschen und Wildtieren wie Füchsen, Waschbären, Nilgänsen, Nutrias oder Wildschweinen nehmen gerade im Siedlungsbereich zu.

Es ist verlockend, den Tieren Futter anzubieten, um sie besser beobachten oder fotografieren zu können. Außerdem wollen viele Menschen den Tieren im Winter durch Füttern helfen.

Zum Wohle der Wildtiere ist das jedoch nicht:

Die Scheu vor Menschen nimmt ab und speziell Wildschweine und Waschbären werden schnell zum Problemfall, wenn sie Menschen zu nahe kommen oder Waschbären in die Dachböden eindringen.

Durch Speisereste können Wildschweine sich mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren und zur Verbreitung der Krankheit beitragen.

Das Füttern von Nilgänsen und anderen Wasservögeln mit Brot ist ebenso weit verbreitet wie schädlich: Das Brot enthält für Vögel zu viel Salz und quillt im Magen auf.


Da das angebotene Futter in den meisten Fällen nicht artgerecht ist, ist die Wildtierfütterung für Spaziergänger*innen im Wald generell untersagt und wird je nach Bundesland als Ordnungswidrigkeit nach dem jeweiligen Landesjagdgesetz mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft.

 

 

BUND-Tipp: Vogelhäuschen oder Winterquartier? Nistkästen vor der Reinigung auf Nachmieter untersuchen

Bevor Naturfreunde die jährliche Reinigung ihrer Vogel-Nistkästen und Futterhäuschen in Angriff nehmen, lohnt sich ein Blick in den Innenraum: In der kalten Jahreszeit werden die „Räumlichkeiten“ samt alter Nester nämlich gerne von Gartenschläfern und ihren Verwandten zur Überwinterung genutzt. Bevor man das Nistmaterial entsorgt, ist es deshalb wichtig zu prüfen, ob der Kasten von Gartenschläfern oder Co. belegt ist.

Dabei sollte man sehr behutsam vorgehen, denn Schlafmäuse wie der Gartenschläfer reduzieren ihre Körpertemperatur im Winterschlaf auf etwa zwei Grad Celsius. Werden sie gestört, erhöhen sie ihre Körpertemperatur aktiv und verbrauchen dabei wertvolle Energie, die sie eigentlich noch bis zum Frühjahr brauchen. Der BUND empfiehlt, die Nistkästen dann wieder vorsichtig zu schließen und die Winterschläfer nicht umzusetzen.

Wie erkennt man einen bewohnten Nistkasten? Ist der Innenraum mit Moos, Blättern oder Gräsern gut gefüllt, – besser gesagt damit „vollgestopft“, – ist die Wahrscheinlichkeit groß, einen Winterschläfer vorzufinden. Ab April wachen die Winterschläfer auf und räumen das Feld. Dann können Naturfreund*innen die Nistkästen und Futterhäuschen wie empfohlen reinigen. Doch auch im Frühjahr ist Vorsicht beim Öffnen der Nistkästen geboten, denn manche Vogelarten – wie die Meisen – fangen im April bereits mit dem Nestbau an.

Kontakt:

Susanne Schneider, Projektmanagerin Spurensuche Gartenschläfer | Telefon: 069 677376-16

 

BUND-Tipp: Richtig lüften im Winter

Auch während der Heizperiode ist regelmäßiges Lüften unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Daher sollte man mehrmals täglich die Fenster ganz öffnen und fünf Minuten kräftig durchlüften. „Dauerhaft gekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch im Winter drastisch.

Das ist weder für den eigenen Geldbeutel noch die Umwelt von Vorteil. Denn die Energieerzeugung ist für einen Großteil der Treibhausgase in Deutschland verantwortlich“, kommentiert Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND Landesverbands Hessen.

Wenn Heizkörper durch Möbel und Vorhänge abgedeckt oder zugestellt sind, kann sich die erwärmte Luft zudem schlecht im Raum verteilen. Zusätzlich können nachts  durch Schließen der Rollläden die Wärmeverluste um etwa 20 Prozent verringert werden.

 

 

BUND-Tipp: Kassenbons NICHT ins Altpapier sondern in den Restmüll

Papier gehört in den Papiermüll, das weiß jeder. Aber gilt das für alle Papiersorten? Nein. Gerade wegen der bevorstehenden Kassenbon-Pflicht, die ab 2020 in Kraft tritt, ist folgender Hinweis besonders wichtig: Kassenzettel gehören in den Restmüll!

Quittungen werden üblicherweise auf spezielles Thermopapier gedruckt, das mit gesundheitsschädlichen Farbentwicklern wie Bisphenol A (BPA) beschichtet ist, weshalb sie nicht im Altpapier entsorgt werden dürfen. Durch das Recyceln von Altpapier können diese Chemikalien in unsere Pizzakartons, Hygienepapiere und über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Die Schadstoffe wirken im Körper wie Hormone und werden über die Haut aufgenommen. Durch die Kassenbon-Pflicht wird dieses Gesundheitsrisiko erhöht.

Ab 2020 ist zwar der Einsatz des nach der EU-Chemikalienverordnung REACH als „besonders besorgniserregend“ eingestuften Stoffes BPA verboten, die Verwendung anderer Bisphenol, wie Bisphenol S (BPS), jedoch nicht. Studien zufolge ist BPS genauso schädlich wie BPA.

 

Mobilitäts-Quiz: Hätten Sie es gewusst? Lösungen weiter unten

Lösungen zum Mobilitäts-Quiz: 1c, 2c, 3b, 4b, 5b, 6b, 7c, 8b, 9b,10a

Klima-Demonstration in Bad Homburg 20.09.2019

Spannend vom ersten bis zum letzten Event!

Information und Austausch, Lern- und Mitmachevents für Erwachsene und Kinder, "alt Eingesessene" und "Eingeplackte" - und alles zugeschnitten auf unsere Region.

Die Stadt Friedrichsdorf im Taunus und der BUND Ortsverband Friedrichsdorf laden zu einem gemeinsamen Programm ein.

Hier ein Auszug von der ausgesprochen aktuellen und farbigen Themen zum Vormerken im Terminkalender.

Die detaillierte Aufstellung mit Ort und Zeit wird in den nächsten Tagen von der Stadt Friedrichsdorf unter https://www.friedrichsdorf.de/ veröffentlicht.

 

Datum

Tagesthema

Inhalt

Fr 13.09.2019

14-18 Uhr

19 Uhr

 

Abfall:

Plastikverpackung

Mikroplastik

Müllvermeidung

 

Mitmachaktionen der BUNDJugend Usinger Becken im Taunus-Carré u.a.zur Nutzung der Apps ToxFox und CodeCheck

Eine Familie im Selbstversuch der Abfallvermeidung

Sa 14.09.

19 Uhr

 

Biodiversität

Boden

 

 

Vorträge und Diskussion von Dr. Herbert Nickel: Landschaftspflege als Schlüsselfaktor für die Biodiversität

Sowie Dr. Maren Heincke, Der Umgang mit dem Boden

Dazu die Ausstellung „Irrweg Pestizide“

Mo 16.09.

 

Ab 18:30 Uhr

Schutz der Meere

 

 

 

18:30 Uhr, Film von Claudia und Hendrick Schmidt über bedrohte Ozeanwelten, Vorschau unter https://thejetlagged.com/

Dazu ein Vortrag von Wolfgang Pfaff-Simoneit: Vermüllung der Meere

 

Di 17.09.

19 Uhr

Wald im Klimawandel

 

 

Vortrag  von Prof.Dr. H. Rump: Dendrochronologie, (Jahresringforschung)

Musikalische Begleitung Christoph Ullrich

Nachmittags wird eine Waldführung zur Forstwirtschaft im Klimawandel angeboten

Mi 18.09.

abends

Energie und Klimaschutz

 

Ausstellung: „Erneuerbare Energie in F.dorf, Energiesparen im Altbau und „Flechtwand“

Nachmittags gibt es ein spezielles Kinderprogramm für Kids Ü6 in der Stadtbücherei

Do 19.09.

 

 

Friedrichsdorf im Klimawandel

Fachseminar „Auswirkungen des Klimawandels auf die Stadtplanung“: Anpassung an den Klimawandel mit Fachleuten der Stadtplanung

Fr. 20.9.

 

Große Multimedia-Veranstaltung

Große Multimedia-Veranstaltung mit Mario Goldstein über das Grüne Band und 30 Jahre Mauerfall
https://www.mario-goldstein.de/de/

Sa 21.09.

Wasser

Mitmachaktion: Bachreinigung des Köpperner Erlenbachs, danach Besichtigung des Köpperner Wasserwerks

Wasserversuche für Grundschulkinder und Wasserphänomene mit Gefion Brunnemann

Tag der offenen Tür in der Kläranlage
Vortrag + Ausstellung zu Micro-Plastik

So. 22.09.

 

Mobilität und

Fridays for Future

 

Umweltmesse mit E-Bikes und Lastenrädern zum Probefahren, Carsharing, Fahrradcodierung, Infoständen zu Rad-Schnellwegen etc.

Kindertheater und Musik.

Talk Runde von Schülern der Initiative Fridays for Future mit der hessischen Umweltministerin Priska Hinz

 

 

 

Hautpilz bedroht Feuersalamander-Bestände

Nachdem in den Niederlanden und in Belgien der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans – kurz Bsal - festgestellt wurde, wurden in 2015 im Raum Eifel-Ardennen Nachweise Pilzes gefunden. Mittlerweile gibt es auch in Essen Nachweise für Bsal. Von diesem Pilz befallene Feuersalamander sterben. Es gibt bisher keine Heilung. Es gibt Hinweise, dass auch Kammmolche befallen sind.

 

Amphibienexperten befürchten ein Massensterben, da sich der Pilz von West nach Ost kontinuierlich ausbreitet. Es gibt bereits ein Arche-Noah-Konzept mit nicht infizierten Tieren in Gefangenschaftshaltung.

Die Experten sind sich ziemlich sicher, dass der Pilz mit Molchen aus Asien eingeschleppt wurde. Asiatische Molche sind resistent gegen diesen Pilz.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e.V. (AGAR) und die Universität Gießen haben ein Feuersalamander-Meldenetz installiert, was der Ausbreitung Einhalt gebieten soll https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/feuersalamander.html.

Bitte helft:

1.       Ihr habt einen Gartenteich mit Molchen und einen Garten, in dem sich Feuersalamander aufhalten: Lasst die Tiere überprüfen und gegebenenfalls behandeln. Auf keinen Fall dürfen Tiere aus dem Garten in die freie Natur entweichen.

2.       Terrarianer und Aquarianer dürfen weder Wasser, Pflanzen oder Tiere in der freien Natur entsorgen. Aus Asien eingeführte Tiere können den Pilz an oder in sich tragen, ohne selbst zu erkranken. Gesunde Tiere können auch bereits in der Tierhandlung infiziert worden sein.

3.       Ihr seht bei Euren Spaziergängen lebende Feuersalamander: Bitte fotografiert die Tiere und schickt das Bild mit Fundortangabe an Naturschutz@hlnug-hessen.de.

4.       Ihr findet einen toten Feuersalamander (nicht vom Auto überfahren): Bitte friert diesen so schnell wie möglich ein – zuhause, beim örtlichen Tierarzt oder einer sonstigen Stelle – und informiert ebenfalls HLNUG. Ganz wichtig: Spaziergang sofort abbrechen und die mit dem Feuersalamander in Berührung gekommene Kleidung – vor allem Schuhe – desinfizieren. Für die Schuhe gibt es die Möglichkeit, diese nach gründlicher Reinigung in eine 70%ige Alkohollösung zu stellen.

5.       Ganz wichtig für Amphibienretter: Nicht mit derselben Kleidung an verschiedenen Einsatzorten tätig sein. Vor dem Ortswechsel – auch wenn kein Feuersalamander gesichtet wurde – ist immer ein Kleidungswechsel nötig. Falls ein Feuersalamander „gerettet“ wurde, müssen alle Dinge, die mit ihm in Berührung gekommen sind, desinfiziert oder vernichtet werden (Eimer, Handschuhe etc.). Es empfiehlt sich daher, auf den Touren immer ein zweites Paar Einmalhandschuhe und einen kleinen zweiten Behälter mitzunehmen.

6.       Bitte erzählt es weiter. Noch ist der Pilz nicht in Hessen angekommen. Die bisher gemachten Nachweise zeigen aber, dass es bei unbesorgtem Umgang mit dem Pilz nur eine Frage der Zeit ist.

Der Pilz ist nun eine weitere Bedrohung der sowie schon als gefährdet eingestuften Amphibien https://www.bund.net/tiere-pflanzen/tiere/amphibien/bedrohung-schutz/.

Artenvielfalt – Ihr Wert für unsere Region

Am 14. November 2018 fand eine Veranstaltung statt, zu dem Thema "Naturnahes öffentliches Grün - artenreich und vielfältig - wie geht das?".

Die Zeitungsartikel schildern, wie es war. (Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern).

Bericht- nachmittag : zum Vergrößern klicken
Bericht- abend(1) : zum Vergrößern klicken
Bericht - abend (2) : zum Vergrößern klicken

Insektensterben im Taunus

Insekten sind für die Menschheit von existenzieller Bedeutung – doch es geht ihnen schlecht. Auch im Taunus hat sich die Zahl der vielen kleinen Nutztiere stark reduziert. Damit sich die Lage der Insekten bessert, sind Landwirte, Stadtplaner und Verbraucher gefordert. Aber auch im Vorgarten kann wertvolle Lebenshilfe geleistet werden. Lesen Sie den Bericht in der Frankfurter Neue Presse.

2015 Dr.Lenz Erhebungen von 2007 Mit freundlicher Genehmigung

Pressemitteilung zur gravierenden Altlast in Oberursel  hier...

 

Zu den Originaldaten des neuen Gutachtens zu Oberursels Grundwasser-Kontamination geht es hier...

DANKE DASS IHR DABEI WART!

Es war eine tolle Demo! Wir lassen nicht nach!

Erste Bilder aus Frankfurt gibt es hier

Eigene Bilder auch hier...

Kurzer Film hier...

 

Das war die Einladung:

Der BUND lädt gemeinsam mit einer Vielzahl an Organisationen zur Großdemonstration am 17. September um 12 Uhr Opernplatz Frankfurt am Main ein.

Machen Sie mit!

Hier gibt es die Infos!

20.7.2016 Bienen und Fledermäuse leiden unter Gift

Bienenfreundliche Kommune
Pestizide schädigen Fledermäuse

Der Bundesverband hat zwei Broschüren veröffentlicht, die wir gerne kostenlos zum download anbieten. Weiter hier...

11. April 2016 BUND startet Schwalbenschutz-Projekt im Hochtaunuskreis

Mehlschwalben und Mauersegler haben es heutzutage schwer, in versiegelten Landschaften geeignete Jagdreviere und Brutmöglichkeiten zu finden. Wir vom BUND möchten dies ändern! Machen Sie mit!

Nähere Informationen finden Sie hier...

5 Jahre Fukushima und 30 Jahre Tschernobyl

Vor 30 Jahren — am 26. April 1986 — zerstörten zwei Explosionen Dach und Kern von Reaktor im Atomkraftwerk Tschernobyl

Atommüll — Strahlendes Erbe: Beim Betrieb von Atomkraftwerken entsteht täglich hochgiftiger, radioaktiver Abfall der etwa eine Million Jahre sicher verwahrt werden muss. Tatsächlich ist noch kein einziges Gramm davon schadlos „entsorgt". 


Ca 30 Teilnehmer erliefen am 23 März 300 Euro zugunsten des Vereins Heim-statt Tschernobyl.  Nach dem Benefiz-Konzert mit dem Flötenensemble Syrinx aus Minsk am 4. April im evangelischen Gemeindehaus Neu-Anspach werden die gesammelten Spenden an Edeltraud Schill vom Verein Heim-statt Tschernobyl übergeben.

Anlässlich der Mahnwache 5 Jahre Fukushima am 11. März erklärten sich drei japanische Staatsbürger, die den Kongress "Auf der Straße und vor Gericht — Recht und Religion gegen atomare Risiken" in Schmitten Arnoldshain besucht hatten, spontan dazu bereit bei der Mahnwache in Bad Homburg ihre Erfahrungen zu schildern. In bewegenden Worten die simultan übersetzt wurden, schilderte einer der Hauptkläger gegen die Firma Tepco das ungeheuerliche Vorgehen der japanischen Regierung. Die Grenzwerte in der Region Fukushima werden mancherorts nach oben korrigiert so dass Familien mit Kindern gezwungen werden können, wieder in ihre Häuser zuruck zu kehren. Er bedankte sich bei den Deutschen für die große Solidarität, für den Atomausstieg und die Energiewende und meinte "Das ist wahre Demokratie".

BUND bringt Steinkauzröhren an.

Im Rahmen des Steinkauzprojektes im Hochtaunuskreis wurden am vergangenen Mitwoch, den 30.März von BUND-Aktiven Steinkauzröhren im Kirdorfer Feld angebracht. Es mußten dafür Bäume mit starken, möglichst waagerechten Ästen ausgewählt werden. Es wurden zwei passende Eichen und eine Süßkirsche gefunden.

Steinkäuze sind recht kleine Eulen, die gerne in offenen Kulturlandschaften vorkommen und natürlicherweise in Baumhöhlen nisten, wo sie zwei bis drei matt weiße Eier legen. Da Baumhöhlen recht selten geworden sind, sollen die Niströhren die Steinkauzpopulation fördern. Eigentlich müssten die kleinen Käuze, die sich im Wesentlichen von großen Insekten ernähren, in ganz Deutschland vorkommen. Sie befinden sich leider vielerorts auf dem Rückzug.

Der BUND Kreisverband Hochtaunus fördert im gesamten Kreisgebiet die Steinkäuze und ihre Habitate. Wer glaubt, dass er ein geeignetes Gelände hat und Steinkauzröhren anbringen möchte, kann sich gern melden. Wir stellen Röhren kostenlos zur Verfügung und beraten über die Anbringung.

Handys. leere Toner-Kartuschen und Tinten-Patronen umweltgerecht entsorgen

Rund 70 Millionen Bundesbürger nutzen inzwischen Mobiltelefone, Tendenz weiter steigend. Die sich rasant entwickelnde Technik einerseits und Millionen Billiggeräte andererseits bewirken bei Handys die geringe Gebrauchsdauer von durchschnittlich unter einem Jahr.

Der Wunsch der Telefonkunden, stets auf dem neuesten High-Tech-Stand zu sein, lässt das Aufkommen an Elektronikschrott auch in diesem Bereich stetig anwachsen.

Alte Handys gehören aber nicht in den Hausmüll. Die Geräte bestehen aus einem hochgiftigen Cocktail aus Schwermetallen und Chemikalien. Bei der Verbrennung mit dem Hausmüll oder nach Ablagerung werden diese freigesetzt. Toxische Substanzen wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen gefährden dann Menschen und Umwelt.

Wohin mit den leeren Toner-Kartuschen oder Tinten-Patronen? Diese können teilweise wiederbefüllt  oder ebenfalls recycelt werden.

Wer ein altes Handy oder leere Toner-Kartuschen sowie Tinten-Patronen umweltgerecht entsorgen will, kann diese in der BUND Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße 27 in Neu-Anspach abgeben.

 

 

„Die Wende - Energie in Bürgerhand!“

Die Energiewende kommt voran. Das ist das Verdienst von Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die sich hierfür seit Jahrzehnten engagieren. Mehr als die Hälfte der Anlagen für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren gehört ihnen! Bei der Bürger-Energiewende stehen die Menschen im Mittelpunkt, nicht die Profite der Großkonzerne. Die Politik der Bundesregierung (Stichwort „Strompreisbremse“ und „Reform“ des EEG) droht die Energiewende abzuwürgen.

"Energie in Bürgerhand!" ist deshalb die zentrale Forderung der Kampagne. Erheben Sie zusammen mit vielen anderen EnergiebürgernInnen Ihre Stimme: “Wir sind die Energiewende!” Mischen Sie sich in die Energiepolitik ein. Die Kampagne wird Ihre Stimme zur Bundestagswahl nach Berlin tragen.

Die Kampagne wird getragen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), der GLS-Bank-Stiftung, dem Netzwerk Energiewende Jetzt, der Bürgerenergie Berlin eG i.G., der 100 prozent erneuerbar stiftung und der Haleakala-Stiftung. www.die-buergerenergiewende.de

Machen Sie mit!

1. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Energiewende-Charta. Die Kampagne wird alle Unterschriften vor der Bundestagswahl an die SpitzenkandidatInnen der Parteien übergeben. Energiewende-Charta unterschreiben.

2. Zeigen Sie sich alsEnergiebürgerIn und beschreiben Sie, was Ihr Beitrag zur Energiewende ist – z.B. Ihr Ökostromvertrag, Ihre Initiative vor Ort oder auch eigene Aktionen. Die Kampagne macht die vielen EnergiebürgerInnen sichtbar und wird sie mit einer Abschlussaktion im Oktober der neuen Bundesregierung präsentieren. Aktion vor Ort organisieren.

3. Die Kampagne unterstützt Sie mit kostenlosen Aktionsmaterialien, Leitfäden und Vorlagen, Informations-) und Aktionsmaterial bestellen.

Stoppt Fracking in Hessen und anderswo!

Der hessische Landesverband des BUND startet eine Online-Kampagne gegen das „Erdgas-Fracking“ in Nordhessen und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, seinen Aufruf an die Politiker zu unterstützen, das Fracking in Hessen und anderswo zu stoppen.

Rudolf Schäfer, BUND-Vorstandssprecher: „Die Bürgerinnen und Bürger in Nordhessen lehnen das Fracking wegen der unkalkulierbaren Risiken für Menschen und Umwelt ab. Mit unserer online-Kampagne bieten wir betroffenen Anwohnern die Möglichkeit, ihren Protest kund zu tun.“

Unterzeichnen Sie unseren Aufruf an die Politiker in Hessen, das Fracking in Hessen und anderswo zu stoppen. Mehr...

Klinik Hohe Mark in Oberursel bekommt das BUND-Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus"

Mit dem Gütesiegel Energiesparendes Krankenhaus, ein Projekt des BUND Berlin, werden bundesweit Krankenhäuser ausgezeichnet, die in großem Umfang Energie einsparen und ihren Kohlendioxidausstoß verringern. Das Gütesiegel geht an Krankenhäuser, die sich in besonderer Weise für Energieeffizienz und Klimaschutz im Hause engagieren und mindestens zwei von vier Kriterien erfüllen.

Die Klinik Hohe Mark ist das erste hessische Krankenhaus, das diese Auszeichnung bekommt.

Wildkatzenerlebnispfad am Winterstein

Im Hochtaunus gibt es einen spannenden Erlebnispfad rund um die Wildkatze und ihren Lebensraum Wald.

Wie echte Forscher die versteckten Tiere in den Baumkronen entdecken, leise wie eine Wildkatze über den Barfußpfad schleichen oder an der sprechenden Bushaltestelle dem wilden Gespräch zwischen Wildkatze, Baummarder und Co. lauschen – Es gibt viel zu erleben auf dem WILDKATZEN-Walderlebnis.

Der Erlebnispfad führt die Besucher auf sieben Kilometern durch den abwechslungsreichen Wald am Winterstein. An zehn Stationen tauchen sie ein in die Welt der heimlichen Waldbewohnerin. Dabei werden viele Fragen beantwortet: Ist die Wildkatze eine weggelaufene Hauskatze? In welchen Wäldern hier in Hessen geht sie auf Mäusejagd? Warum sind Straßen für die Wildkatze und andere Waldbewohner gefährlich und wie können grüne Korridore helfen?  mehr

Der Hochtaunus von Friedrichsdorf aus gesehen...


Leiterin: Cordula Nentwig

Cordula Nentwig, Geschäftsstellenleiterin

 

Bahnhofstraße 27
61267 Neu-Anspach

Dienstags     14 17 Uhr
Donnerstags 15 18 Uhr

Tel:  06081 98 57 800
Fax: 06081 98 57 801

E-Mail: 
geschaeftsstelle@bund-hochtaunus.de
bund.hochtaunus@bund.net

BUNDJugend-Gruppen in Kronberg und im Usinger Becken

Im letzten Jahr haben sich zwei neue BUNDjugend-Gruppen im Hochtaunuskreis gegründet.

Die BUNDjugend (Jugend im BUND für Umwelt und Naturschutz e.V.) ist der unabhängige Jugendverband des BUND. In Hessen hat die BUNDjugend zurzeit etwa 6.200 Mitglieder. In der BUNDjugend kann man bis zum Alter von 27 Mitglied sein.

Eine BUNDjugend gibt es in Kronberg. Ansprechpartnerin ist Malin Goslar: malin.goslar@bundjugend.de.

Die zweite Gruppe gibt es im Usinger Becken. Kontakt über Cordula Nentwig in der Geschäftsstelle Neu-Anspach: bund.hochtaunus@bund.net.

 

 

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